Erhöhung des Rehwild-Abschusses muss geprüft werden
Keine Schnellschüsse

Vermischtes
Floß
27.02.2016
10
0

Muss bald mehr Rehwild geschossen werden? Ja, meint die Untere Jagdbehörde beim Landratsamt Neustadt, die eine Erhöhung um 15 Prozent empfiehlt. Grund dafür ist das jüngste Verbissgutachten. Bei Laub- und Edelholz sei der Leittriebverbiss in der Hegegemeinschaft Floß mit 24,6 Prozent viel zu hoch, stellte es fest. Noch akzeptabel wären allenfalls 17 bis 20 Prozent.

Einen Schnellschuss in puncto Rehwild soll es dennoch nicht geben. Erst sei eine revierbezogene Auswertung erforderlich, um zu klären, ob auch das Jagdrevier von so stark mit betroffen ist.

Ergebnisse abwarten


Das erklärte Vorsteher Günter Reinl in der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Schönbrunn im Gasthaus "Raststation". Die Pächter Max Völkl und Florian Dambeck sowie die Jagdgenossen erklärten, ein Abschluss von 24 bis 25 statt wie bisher 20 Stück Rehwild im Jahr sei durchaus vertretbar. Entschieden wird aber erst nach Vorlage der Prüfungsergebnisse.

Problematischer ist nach Meinung des Jagdvorstehers das stärkere Aufkommen der Wildschweine. Böse Überraschungen mussten deshalb im vergangenen Frühjahr Grundeigentümer im Gebiet von Hardt in Richtung Altenhammer erleben. Es sei aber fraglich, ob sich hier eine schnelle Lösung finde. Umso wichtiger sei es, dass die Jagdpächter ihre Beobachtungen verstärken und so gut wie möglich im Revier präsent sind.

Dass dies geschieht, drückte Dambeck in seinem Jahresbericht aus. Gegenüber dem Vorjahr gab es bereits einen erhöhten Abschuss der Schwarzkittel um 4 auf nun 17. Eingehalten wurde der Abschussplan von 20 Stück Rehwild. Jährlich fallen etwa 4 bis 5 Rehe Verkehrsunfällen zum Opfer, berichtete Völkl. Vertrauensvoll sei das Verhältnis mit den Grundeigentümern. So seien Wildschäden einvernehmlich geregelt worden, ohne dass es zu Schadenersatzforderungen gekommen wäre. Der Wildabschuss erstreckte sich auch auf Enten und Füchse. Reinl bescheinigte den Jagdpächtern und deren Gehilfen eine fürsorgliche Hege und Pflege des Reviers.

Schilling ausbezahlt


Ob es zur gemeinsamen Anschaffung eines Wiesenhobels durch die sieben Jagdgenossenschaften im Flosser Amt kommt, bedürfe noch einer Klärung. Reinl erläuterte einen entsprechenden Vorschlag der Jagdgenossenschaft Gailertsreuth. Letztlich sei es eine Frage der Zweckmäßigkeit und der Kosten.

Willi Meierhöfer berichtete von einem Plus in der Kasse. Schon im Vorjahr war beschlossen worden, den Jagdpachtschilling 2014/2015 auszuzahlen. Zur Auszahlung kamen nun drei Euro je Hektar und Jahr. Es folgte schließlich die Einladung der Pächter zum Wildessen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Jagdgenossen (15)Rehwild-Abschuss (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.