Feierabendseidl der SPD-Marktratsfraktion in Bergnetsreuth
Kein Rabatt auf Wasser

Vermischtes
Floß
29.07.2016
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Beim Feierabendseidl der SPD-Marktratsfraktion am Feuerwehrhaus in Bergnetsreuth stand der Wasserpreis im Mittelpunkt. Josef Lindner kritisierte ihn als zu hoch.

Die roten Tische waren voll besetzt. Bürger aus Steinfrankenreuth, Pauschendorf und Bergnetsreuth waren mit Fragen zur Diskussion gekommen.

Willi Dietl erkundigte sich, wie es mit dem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Bergnetsreuth aussieht. Immerhin leiste das alte Fahrzeug nun schon 32 Jahre Dienst. Eine leichte Antwort für Bürgermeister Günter Stich und Fraktionssprecher Robert Lindner: Der Marktrat hatte in seiner Sitzung am 14. Juli den Auftrag vergeben. "Das Fahrzeug nach den Wünschen der Wehr wird im Frühjahr 2017 im Gerätehaus stehen", verkündete der Bürgermeister.

Landwirte zahlen dasselbe


Kritischer waren die Fragen von Josef Lindner zu den Ergänzungsbeiträgen in der Wasserversorgung. Er kritisierte die zu hohen Wasserpreise. "Wer einen größeren Verbrauch hat, was in der Landwirtschaft der Fall ist, muss einen günstigeren Preis erhalten", lautete seine Forderung. Dem hielt Stich das Kommunalabgabengesetz entgegen: Die Gebühren müssen kostendeckend sein. Abschläge für Großkunden seien nicht vorgesehen. Stich hielt zudem fest, dass der Kommunalbetrieb früher 220 000 Kubikmeter Wasser verkaufte. Heute seien es gerade mal 190 000, wovon über 130 000 Kubikmeter die Steinwaldgruppe lieferte und natürlich auch bezahlt werden müsse. Inzwischen hätten 17 landwirtschaftliche Betriebe eine Ausnahme bekommen, da sie eine Brunnennutzung beantragt haben.

Anders verhalte es sich mit den Ergänzungsbeiträgen für die Verbesserung der Wasserversorgung im Jahr 2015. Dies sei eine notwendige Investition gewesen, die auf alle angeschlossenen Grundstücke umgelegt wurde und nicht auf die Gebühren. Stich konnte nicht ausschließen, dass weitere Beitragsbescheide auf die Bürger zukommen können. Im Bereich Wasser und Kanal stehe noch gewaltiger Investitionsbedarf an.

Die Mulcharbeiten am Straßenrand der Kommune gefallen Lindner ebenfalls nicht: "Diese Arbeit sollte besser vergeben werden." Die Kosten dafür und im Vergleich zur kommunalen Tätigkeit will der Bürgermeister ermitteln lassen.

Kinder warten im Regen


"Fünf Kinder stehen an der Bushaltestelle in Würnreuth im Regen", klagt Nicole Venzl, die hier ein Buswartehäuschen forderte. Stich antwortete, er erwarte einen Antrag der Eltern. Es gäbe Zuschüsse von der Regierung und vom Landkreis. Allerdings müsse das Staatliche Bauamt als Grundstückseigentümer mit einbezogen werden. Dazu sei ein Antrag notwendig.

Auch den schlechten Zustand der Gemeindestraße von Bergnetsreuth nach Steinfrankenreuth sprach ein Teilnehmer an. Ein Lob der Bergnetsreuther dagegen gab es für die Straßenasphaltierung nach Fehrsdorf. "Die hält jetzt wieder 20 Jahre", stellten sie fest.
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