Flosser können sich sicher fühlen
Anstieg der Straftaten im Rahmen

Kinder können in Floß entspannt aufwachsen. Die Zahl der Straftaten ist in der Kommune zwar angestiegen, aber im bayernweiten Vergleich gering. Die Kulturwerkstatt (im Bild) feiert heuer einen "Runden". Motor ist Irene Fritz (links). Deshalb genehmigte der Marktrat einen Jubiläumszuschuss von 500 Euro. Archivbild: mic
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Floß
20.05.2016
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Im Bayernvergleich lebt es sich in Floß recht sicher. Während im Freistaat auf 1000 Einwohner im Schnitt 63,5 Straftaten entfallen, beträgt die Häufigkeitszahl in Floß mit 21,49 rund ein Drittel.

Allerdings ist dieser Wert in den letzten Jahren gestiegen. 2013 lag die Häufigkeit noch bei 15 Delikten, erklärte Bürgermeister Günter Stich. Er stellte in der Marktratssitzung die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Neustadt vor.

Mehr Unfälle


Auch die absolute Zahl der Delikte stieg von 52 im Jahr 2013 über 65 (2014) auf 74 im vergangenen Jahr an. Beunruhigt müssen die Flosser wohl dennoch nicht sein. Anfang des Jahrtausends hatte die Anzahl der Delikte schon einmal einen Spitzenwert von 136 erreicht. Bei den Straftaten handele es sich vorwiegend um Diebstähle, Sachbeschädigungen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Einen Anstieg gab es auch bei den Verkehrsunfällen. 105 Mal hatte es 2015 gekracht - ein Anstieg von gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Immerhin ging aber die Zahl der Unfälle mit Personenschäden um 40 Prozent zurück, die Anzahl der Schwerverletzten sank sogar um 66 Prozent. "Als sehr erfreulich" bezeichnete der Rathauschef die Stellungnahme der Kommunalaufsicht zur Haushaltssatzung und zum Haushaltplan 2016. Darin wird eine deutlich entspanntere Kassenlage als 2015 bestätigt. Da fiel es den Räten auch nicht schwer, ihr Okay zum Etat des Kindergartens "Unterm Regenbogen" zu geben. Vom Betriebskostendefizit von 19 000 Euro trägt der Markt 15 300 Euro.

Künftig Papierlos


Jeweils 300 Euro gibt die Kommune für den Simultankirchenradweg in den Jahren 2016 und 2017. Die Anschubfinanzierung des Projekts aus dem Europäischen Entwicklungsfond (ELER) läuft aus. Der Förderverein hatte sich daher an alle Mitgliedskommunen gewandt. Mit dem Geld soll insbesondere eine Halbtagskraft finanziert werden, die sich um Vernetzung und Marketing kümmert. "Es kommt zurück. Ich denke, es ist eine gute Sache", sagte Stich.

Im Blütenweg darf ein Büro- und Freizeitnebengebäude errichtet werden - jedenfalls wenn es nach den Nachbarn und dem Gemeinderat geht. Am Ende entscheidet aber das Landratsamt, das eine Ausnahme von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilen muss. In der Sitzung am 23. Juni stellt die Firma Komuna das Ratsinformationssystem (RIS) vor, mit dessen Hilfe der Schriftverkehr des Gremiums elektronisch erledigt werden kann.

Runde Summe für KulturwerkstattDen ersten "Runden" feiern die Kulturwerkstatt und Jugendkunstschule Kalmreuth. "In diesem Jahrzehnt wurde Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine Vielfalt von bildnerischen und handwerklichen Arbeiten näher gebracht und auch die Phantasie rund um Kunst und Kultur auf vielfältige Weise angeregt", lobte Bürgermeister Günter Stich. Als "eine Bereicherung für unsere Gemeinde" (Armin Betz) und als "wertvolle pädagogische Einrichtung" (Heinz Kett) priesen die Fraktionssprecher die Einrichtung.

Robert Lindner bat, diese in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept miteinzubinden. Reine Formsache war da die Zustimmung zu einer Zuwendung von 500 Euro für das Jubiläumsprogramm. (bgm)
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