Gemeinderat diskutiert Bauernmarkt
Markt-Analyse

Wöchentlich oder alle 14 Tage und unter welchem Namen: Der Marktgemeinderat diskutierte intensiv über den Bauernmarkt. Bild: bgm
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Floß
06.02.2016
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Seit 18. Dezember ist jeden Freitag am Marktplatz ein dreistündiger Bauernmarkt. Ob es den in dieser Form auch zukünftig geben soll, diskutierten die Marktgemeinderäte kontrovers.

Der erste Markt sei sehr gut angenommen worden und die Fieranten hätten darum gebeten, auch weiterhin kommen zu dürfen. Bürgermeister Günter Stich will die Erlaubnis daher zunächst bis zum 30. April weiterhin erteilen und je Verkaufswagen pauschal zehn Euro Gebühr für Platz und Strom erheben. Nach diesem Zeitraum soll sich zeigen, ob der Zuspruch anhält, oder ob auch ein vierzehntägiger Rhythmus ausreichend wäre. "Wir wollen alle die Ortsmitte beleben. Darunter subsumieren wir auch neue oder andere Verkaufsstellen", sagte CSU-Sprecher Armin Betz.

Testphase richtig


Die ersten Wochen hätten aber gezeigt, dass der Markt teilweise auch auf heftige Kritik stoße. Betz plädierte daher eher für einen zweiwöchigen Rhythmus. "Die Testphase halten wir für richtig", meinte SPD-Fraktionschef Robert Lindner. Das sieht auch Heinz Kett von der FDP so. Der Marktplatz sei saniert worden, alle seien sich einig, dass der Platz attraktiv gestaltet werden solle und dem Wunsch nach einem Bauernmarkt sollte man nachkommen.

"Kritik gibt es. Aber manches löst sich auch von selbst. Ich denke, wir sollten das so frei wie möglich angehen. Ein Markt reguliert sich meistens von selbst", betonte Kett, der auch gleich noch einen neuen Namen für die Veranstaltung vorschlug. "Mir persönlich würde der Name Bürgermarkt besser gefallen." Schließlich sei er für die Bürger und nicht für Landwirte gedacht. Einigen konnten sich die Markträte am Ende jedenfalls auf die Pauschalgebühr.

Positive Resonanz


Die Idee einer Hundespielwiese - vorgebracht von Thomas Wiedeck - stieß bei Bürgermeister und Räten durchwegs auf positive Resonanz. Mehr als 20 Hundebesitzer hätten auf einen Aufruf von Wiedeck hin ihr Interesse bekundet. In der Steuerliste der Gemeinde sind überdies 219 Vierbeiner gemeldet, deren Herrchen und Frauchen insgesamt knapp 7200 Euro Hundesteuer pro Jahr abdrücken. Wiedeck möchte auf eigene Kosten eine Wiese mit einem leicht rückbaubaren Wildschutzzaun begrenzen und eventuell einen einfachen Regenunterstand errichten. Ein von ihm bereits ins Auge gefasstes Grundstück erwies sich aber nicht als geeignet. Jetzt geht die Suche weiter. Wer ein passendes Areal in der Nähe des Ortes kennt, möge sich beim Markt oder bei Wiedeck (hundespielwiese@t-online.de) melden.

Als "sehr sinnvolle Maßnahme" (Betz), "sehr positiv" (Lindner) oder "sehr interessant" (Oliver Mutterer) bewerteten die Fraktionen das Energiecoaching durch das Energietechnologische Zentrum (etz) Nordoberpfalz. Im Januar erreichte der Abschlussbericht die Gemeinde. Der enthielt Maßnahmen, um die Mehrzweckhalle und das Sportbetriebsgebäude energetisch auf Vordermann zu bringen, informierte der Rathauschef. Konkret werde etwa der Austausch der Heizungsumwälzpumpen vorgeschlagen.

Die Empfehlungen des etz werden in ein Vorkonzept zur Sanierung des Sportbetriebsgebäudes einfließen. Das Gesamtkonzept soll das Architekturbüro Robert Würschinger aus Weiden, die Fachplanung für die Heizungsanlage das Planungsbüro Grünwald und Ach - ebenfalls aus Weiden - erstellen.

Kinderhaus schreibt rote ZahlenAuf 22 910 Euro wird sich laut Haushaltsplan 2016 das Betriebskostendefizit des Kindergartens St. Johannes M. Vianney belaufen. Davon trägt der Markt 18 328 Euro. Pro Quartal wird der Markt einen Abschlag von 4500 Euro an die Einrichtung überweisen.

Einkaufen bei der Diska - das ist in Floß seit 17 Jahren möglich. Auch in den nächsten zehn Jahren dürfte sich nichts ändern. Der Edeka-Konzern geht beim Mietvertrag in die Verlängerung. Obendrein wird der Parkplatz ausgebessert und die Fassade aufgehübscht.

Dem SV Floß erstattet die Gemeinde 250 Euro für Rindenmulch, den Mitglieder in Übergangsbereichen beim Sportzentrum aufgebracht haben.

Der Jahresbetriebsnachweis von Forstoberinspektor Sebastian Höllerer für den Körperschaftswald weist einen Gewinn von über 10 400 Euro auf. Der "sehr beachtliche" Erlös sei auch auf den Verkauf von Sturmholz und Windwurf zurückzuführen.

Die Forstverwaltung des Freistaats will in den Wäldern flächendeckend Rettungstreffpunkte festlegen. Die notwendige Beschilderung wird der Bauhof unentgeltlich für die Forstverwaltung übernehmen.

Einen Drogenpräventionsabend hat Jugendbeauftragter Wolfgang Bock organisiert. Am 7. März um 19 Uhr wird unter anderem Jürgen Orlik vom Gesundheitsamt im evangelischen Gemeindehaus referieren. (bgm)
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