Kanalnetz wird nicht überlastet
Baugenossenschaft „Eigenheim“ entsorgt Neubau in Hardtheim über Mischsystem – Wasser kontrolliert abgeleitet

Erhebliche Mehrkosten nimmt die Baugenossenschaft "Eigenheim" beim Bau von acht barrierefreien Mietwohnungen im Ortsteil Hardtheim auf sich, um einer kommunalen und baurechtlichen Auflage gerecht zu werden. Der Stauraumkanal sorgt dafür, dass das gemeindliche Kanalnetz nicht überfordert wird. Bild: le
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Floß
11.07.2016
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Das 2300 Quadratmeter große Baugrundstück der Baugenossenschaft "Eigenheim" im Ortsteil Hardtheim, wo acht barrierefreie Sozialwohnungen errichtet werden, die im Oktober bezugsfertig sind, überfordert nicht das gemeindliche Kanalnetz.

Bedenken hatte der Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsausschuss des Marktes am 19. Februar 2015 geltend gemacht. Dem Bauherrn war mitgeteilt worden, dass bei dem Wohnhausprojekt eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung mit getrennt verlegten Leitungen für Regen- und Schmutzwasser auf dem zu entwässernden Grundstück mit gedrosseltem Abfluss von 14 Liter/Sekunde und einem Speichervolumen für die Rückhaltung von 15 Kubikmeter erforderlich sei.

Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer und Berater Fred Lehner war von Anfang an sehr daran gelegen, dass der Wohnhausneubau der Genossenschaft auf keinen Fall zu einer Überforderung des kommunalen Kanalnetzes führen dürfe und die Vorschriften eingehalten würden. Unter Einschaltung der Bauleitung SHL Architekten und Stadtplaner aus Weiden und des Ingenieurbüros Deutschländer aus Weiden wurde eine nicht nur vertretbare, sondern den DIN-Vorschriften entsprechende Lösung erarbeitet, selbst wenn durch das neue Entwässerungssystem erhebliche Mehrkosten entstehen. Nicht unbedeutend sei die Höhe der Anschlusskostenbeiträge, die die Genossenschaft an den Markt zahle.

In der Stellungnahme des Ingenieurbüros Deutschländer heißt es: "Die Abwasserentsorgung des Wohnhausneubaues in Hardtheim erfolgt im Mischsystem. Da das vorhandene Kanalnetz durch Erweiterungen nicht überbelastet werden darf, wurde die Methode der Rückhaltung von Niederschlagswasser angewandt. Deshalb wurde ein WPFH Stauraumkanal mit einer Länge von 50 Metern und 0,6 Meter Durchmesser errichtet. Dieser Kanal sorgt nun dafür, dass bei Starkregen das Regenwasser, das vom Wohngebäude abgeleitet wird, nur in einer kontrollierten Menge an das gemeindliche Kanalnetz abgegeben wird. Dabei wird das überschüssige Wasser in dem großen Kanalrohr zurückgestaut und nach Ende des Regens bis zur Entleerung in das Kanalnetz eingeleitet."

Die Kanalbauarbeiten begannen in den vergangenen Tagen. Sie werden in Kürze abgeschlossen.
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