Kaum Wildschäden
Verbissgutachten irritiert Schlatteiner Jagdgenossen

Vermischtes
Floß
29.03.2016
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Das letzte Verbissgutachten irritierte die Jagdgenossenschaften innerhalb der Hegegemeinschaft Floß gewaltig. Das zeigte die Mitgliederversammlung der Jagdgenossen aus Schlattein am Montag im Gasthaus "Weißes Rößl". Von Zufallstreffern und einer nicht immer verständlichen Vorgehensweise über die notwendige Anhebung des Abschussplanes war die Rede.

Etwas Klarheit brachte vor kurzem eine Waldbegehung mit Vertretern des Forstes, des Jagdvorstandes und der Jagdpächter. Von einer Erhöhung des Abschussplanes für Rehwild ist derzeit nicht mehr die Rede.

Jagdvorsteher Markus Schieder sprach von einem ruhigen Jagdjahr. Er hielt fest, dass der Abschussplan von 16 Rehen eingehalten und keine Wildschäden gemeldet wurden. Kleine Schäden haben Jäger und Genossen einvernehmlich geregelt. Zur Anschaffung eines Geräts für die Behebung von Schwarzwildschäden sagte Schieder, dass noch nichts spruchreif sei. Hege und Pflege des Jagdreviers seien ordentlich, ebenso die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das bestätigte auch Kassier Manfred Venzl, nachdem auch ihm keine Wildschäden für eine Ausgleichszahlung gemeldet wurden. Einnahmen und Ausgaben führten zu einem Kassenbestand von 6490 Euro. Daher könne es auch zur Auszahlung des Jagdschillings kommen. Wie in den Vorjahren werden drei Euro je Hektar ausbezahlt. Die Auszahlung kann bis 20. April bei Manfred Venzl in Kalmreuth beantragt werden. Die Frauen der Jagdgenossen erhalten eine Zuwendung von fünf Euro für ein Kaffeekränzchen. Die Mitgliedschaft im Bauernverband wird fortgeführt.

Weiterhin Jagdstreifen


Der Jahresbericht der Jägergemeinschaft Wildenau, erstattet von Jagdpächter Josef Wittmann, gab Anlass zu einer lebhaften Diskussion, unter anderem über die Einführung von Nachtzielgeräten. Wittmann berichtete, dass Schäden durch Schwarzwild nicht ausblieben, jedoch einvernehmlich gelöst wurden.

Das Beibehalten der Jagdstreifen auf den Feldern sei von Vorteil. Einen bisher nie erreichten Rekord gab es 2016, in dem 20 Wildschweine erlegt wurden. Zwei Sika-Hirsche, ein Rotwildspießer, sechs Hasen, 23 Füchse, Steinmarder, Iltisse und Rabenkrähen waren die weitere Beute.
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