Kinder treffen sich zum Gebet
Mit der Kigo-Bande unterwegs

Mit gemeinsamen Unternehmung will das Kindergottesdienstteam Werbung machen. Christa Riedel (rechts) rief die "Kigobande" ins Leben. Ein Ausflug führte auf die Burgruine Flossenbürg. Bild: hfz
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Floß
27.05.2016
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Gehen wir am Sonntag in die Kirche, oder machen wir etwas anderes? "Diese Frage stellte sich früher nicht", bedauert Christa Riedel. "Da begann der siebte Tag mit einem Gottesdienst. Ich finde, es tut gut, am Sonntag in die Kirche zu gehen." Für sie ist es wichtig, diese Werte an die Kinder weiterzuvermitteln.

Zusammen mit Silke Scherm und vielen weiteren Helfern führt Riedel den Nachwuchs der evangelischen Kirche St. Johannes Baptista an den Glauben heran. Während die Eltern am Sonntag in der Kirche sitzen, feiern die Mädchen und Buben im Gemeindehaus ihren ganz eigenen Kindergottesdienst. Treffpunkt dazu ist immer kurz vor 9 Uhr vor der Kirche.

"Wir ziehen dann gemeinsam ein, werden von Pfarrerin Lisa Weniger begrüßt und bekommen die Kinderbibel überreicht", erzählt Riedel. Dann marschiert die Gruppe ins Gemeindehaus, wo ein kleiner Altar mit Kreuz, Kerzen und Blumen aufgebaut ist. "Wir singen, beten und sammeln Geld für einen Zweck, den wir selbst bestimmt haben."

Im Mittelpunkt steht jedoch immer eine Geschichte aus der Bibel. "Es gibt so vieles, in dem sich die Kinder wiederfinden", erklärt Riedel. Jeder sei schon mal weggelaufen wie Jona, oder habe wie Petrus große Töne gespuckt ("Herr, ich verlasse dich nicht.").

Kinder begeistern


Die Kinder dürfen aber auch selbst agieren und ihre Gefühle ausdrücken. Zur Auswahl stehen ein Stein, eine Blume und ein Teelicht. Wer einen Stein wählt, kann seine Sorgen äußern. Die Blume steht für Dank und das Teelicht für eine Bitte. "Hier finden die Kinder manchmal kein Ende und sprudeln nur so vor Ideen", weiß die Betreuerin. Der sonntägliche Besuch variiert. Mal kommen mehr, mal weniger Kinder. "Wie können wir für unseren Kindergottesdienst werben?", haben sich die Organisatorinnen immer wieder gefragt. Das Ergebnis dieser Überlegung lautet Kigo-Bande. In losen Abständen lädt das Kindergottesdienst-Team nun zu gemeinsamen Unternehmungen ein.

Im Juli 2013 wanderte die "Kigo-Bande" erstmals nach Ellenbach. Der Zuspruch war damals überwältigend. An die 30 Kinder marschierten mit. "Wir wollen uns aber vom üblichen Ferienprogramm eines Vereins unterscheiden", stellt Riedel klar. "Der kirchliche Aspekt soll nicht vergessen werden." In Ellenbach klang der Abend auf dem Reindl-Hof mit einer Brotzeit, Gebeten und Liedern aus.

Weitere Ziele der Kigo-Bande waren die Straußenfarm in Kotzenbach, die Burgruine Flossenbürg und ein Waldspaziergang mit dem Förster. Außerdem organisiert Riedel einen Spielenachmittag im Gemeindehaus und den Bau eines Insektenhotels für den "Grünen Gockel".
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