Lichtmessversammlung der Waldbesitzervereinigung
„Wald durch nützen schützen“

Ehrungen und Auszeichnungen standen im Mittelpunkt der Lichtmessversammlung der WBV. Vorsitzender Willy Meierhöfer ehrte Willi Meierhöfer, Armin Münchmeyer, Geschäftsführer Michael Bock und Helmut Bär (von links). Bild: le
Vermischtes
Floß
04.02.2016
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Was die Waldbesitzervereinigung (WBV) Floß und Umgebung seit ihrem 60-jährigen Bestehen auszeichnet, sind Weitsicht und Einsatz für alle Mitglieder und Privatwaldbesitzer bei immer schwierigeren Preisverhandlungen. Das drückte sich bei der Lichtmessversammlung erneut aus.

Vorsitzender Willy Meierhöfer hielt fest, dass bis zum Herbst normale Witterungsverhältnisse herrschten. Erst dann schwächte Borkenkäferbefall die Waldflächen. Er bat, im Frühjahr zeitig Augenmerk auf den Käferbefall zu legen und zu handeln. Harvestereinsätze für Holzeinschläge werden weiter angeboten. Das Vegetationsgutachten stellte erhöhten Wildverbiss bei Laub- und Edellaubholz fest.

Reger Gebrauch


Neu ist, dass sich das Wirtschaftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September erstreckt. Die Mitglieder machten von den vereinsinternen Maschinen und Geräten regen Gebrauch. Eingesetzt wurde der Sägeholzspalter in 228, der Holzspalter in 92, die Fräse in 11 und das Planierschild in 57 Stunden. Revierförster Sebastian Höllerer hält Motorsägekurse vom 1. bis 3. März in Floß und vom 14. bis 17. März in Flossenbürg ab. Der Vorsitzende betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Kommunen nicht besser sein könnte. Schriftführer Reinhard Alberti berichtete von einer Waldbegehung mit Forstoberinspektor Sebastian Höllerer.

"Trotz sehr guter Holzpreise wurde vor allem im Privatwald weniger Holz eingeschlagen", sagte Geschäftsführer Michael Bock. Schwierig waren die Preisverhandlungen, was auf Orkan Niklas und den Borkenkäferbefall zurückzuführen war. Die Holzversorgung bei den großen Sägewerken war gut. Die Flosser WBV verkaufte in den ersten drei Quartalen 2015 über 5000 Festmeter, wovon 3000 Festmeter von Harvestern eingeschlagen wurden. Schwierig sei die Vermarktung von Klein-und Kleinstmengen, doch die WBV erfülle ihre Aufgaben. Probleme bereiten die geringen Poltergrößen. Der Geschäftsführer wies auf eine zu erwartende Borkenkäfer-Invasion hin. Deshalb müsse frühzeitig gehandelt und Frischholz zurückbehalten werden.

Kassier Bernhard Irlbacher zeigte die Umsatzerlöse und Aufwendungen auf, die immerhin eine Größe von fast 500 000 Euro erreichten. Der Jahresüberschuss von 12 402 Euro der WBV gleicht sich mit dem Verlust des Vorjahres aus.

Nicht wegzudenken


Treue Mitglieder erhielten Ehrenurkunden. 25 Jahre: Helmut Gollwitzer, Hermann Lederer und Fritz Meißner. 50 Jahre: Willi Meierhöfer, Helmut Bär, Karl Wagner und Armin Münchmeyer. Für die Mitgliedsgemeinden gratulierte Bürgermeister Josef Beimler aus Waldthurn zum 60-jährigen Gründungsfest und meinte, dass diese Selbsthilfeeinrichtung nicht mehr wegzudenken sei. Geschäftsführer Hans Winter vom Bayerischen Bauernverband sagte: "Wald durch nützen schützen."

Große BedeutungEinkäufer Johann Schuhbauer vom UPM-Schleifholz-Abnehmer stellte in seinem Vortrag den weltweiten Konzern und das Werk in Plattling, wo 560 Mitarbeiter beschäftigt sind, vor. Die Wertschöpfung liege bei Holz und Biomasse. Was daraus hergestellt wird, wie die Druckerzeugnisse entstehen und dass das Schleifholz frisch, gerade, gesund geliefert werden müsse, waren interessante und aufschlussreiche Hinweise für die Waldbauern. Der Fragenkomplex zeigte, dass solche Produktionsstätten für die Holzlieferer große Bedeutung haben. (le)
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