Mauer wieder aufgebaut
Bagger am Friedhof

Der jüdische Friedhof ist derzeit eine Baustelle. Ein Teil der eingestürzten Mauer wird wieder aufgebaut. Bild: le
Vermischtes
Floß
27.05.2016
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Vor dem jüdischen Friedhof an der Flossenbürger Straße sind Bagger und Lastwagen angerückt. Gearbeitet wird an historischem Gemäuer.

In den Wintermonaten dieses Jahres stürzte ein Teil der alten Friedhofsmauer in einer Länge von zirka acht Metern ein. Zu Schaden kam niemand. Die Mauer muss jedoch wieder aufgebaut werden. Mittlerweile hat der Eigentümer des Friedhofes, der Landesverband der israelitischen Kulturgemeinden in Bayern mit Sitz in München, den Auftrag für die Erneuerung erteilt.

Friedhof erweitert


Nachdem sich die ersten Juden aus Neustadt kommend 1684 in Floß angesiedelt hatten, gab es 1692 die erste Beerdigung auf dem damals von Juden erworbenen Grundstück. Schon 1729 war der Platz zu klein, und die jüdische Gemeinde musste eine Erweiterung beantragen, was sich in den Jahren 1754, 1780, 1806 und 1811 wiederholte. 1775 bauten Juden um den Friedhof eine Mauer aus Granit, die 1778 und 1842 erweitert wurde.

Seitdem gab es keine Veränderungen mehr. Lediglich an der Westseite des Friedhofes und am Eingangstor wurde die Steinmauer vor mehr als 50 Jahren verfugt, um einen Einsturz zu verhindern.

Früher war die Mauer frei von Bewuchs. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Besonders auffällig ist der wuchernde Efeu, der letztlich das Gemäuer in Mitleidenschaft zog. Das dürfte auch die Ursache für den teilweisen Einsturz gewesen sein.

Steine wieder verwendbar


Der Wiederaufbau erstreckt sich über eine Länge von rund zehn Metern. Größtenteils können die bisherigen Granitsteine wieder verwendet werden. Schon in den nächsten Tagen sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
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