Ortsmitte als Kernzone
Floß nimmt Zukunft in die Hand

Vermischtes
Floß
22.03.2016
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"Floß hat eine gute Basis. Da geht jedem Städteplaner das Herz auf." Das Lob aus berufenem Munde ging den Mitgliedern des Ausschusses "Zukunft Floß" runter wie Butter. Stefan Leuninger machte im Rathaus noch einmal deutlich, wie viel Potenzial im Markt steckt.

Allen Beteiligten war nach der zweistündigen Sitzung klar: "Wir machen mit Leuninger & Michler weiter." Das Planungsbüro aus Kaufbeuren soll den Markt begleiten und auf dem Weg zu einem attraktiven Wohn-, Lebens- und Arbeitsort unterstützen. Sehr zufrieden waren die Planer auch mit der Umfrage. "Wir hatten selten eine Startphase, die von der Bevölkerung so gut mitgetragen wurde", freute sich Leuninger. Der Städteplaner umriss kurz, auf welche Schwerpunkte sich der Markt konzentrieren soll. "Im Mittelpunkt steht die Ortsmitte als Kernzone", machte er deutlich. "Die Immobilienentwicklung muss im Zentrum stattfinden."

Außerdem brauche der Einzelhandel eine ergänzende Café-Struktur. Annegret Michler brachte die Marktbücherei ins Spiel. "Eine Bücherei ist ein sehr kommunikativer Ort. Sie wäre im Zentrum gut aufgehoben. Ein kleines Café würde dazu sehr gut passen."

Leuninger gab aber zu bedenken, dass sich der Markt gerade beim Wohnungsbau von manchen Flächen im Außenbereich verabschieden müsse. "Geben Sie die nächsten zwei, drei Jahre auf ausgewählten Handlungsfeldern Gas", empfahl er. Dazu gehöre auch, mit den Eigentümern von Immobilien zu sprechen, sie aktiv miteinzubinden. Schnelle Erfolge könne beispielsweise ein Fassadenprogramm bringen.

Die Regierung der Oberpfalz hat ebenfalls schon signalisiert, dass Floß auf dem richtigen Weg sei. "Der Förderantrag ist gestellt", sagte Bürgermeister Günter Stich. Die Vertreter aller Fraktionen waren sich einig: "Wenn wir etwas vorantreiben wollen, müssen wir zusammenhalten."

Armin Betz (CSU) sprach von innovativen Ideen, die auf den Erhalt des Ortskerns abzielen. Zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer schlug als Sofortmaßnahme eine Beleuchtung für das Kriegerdenkmal vor. Auch ein Straßenführungskonzept könne schnell umgesetzt werden. Als sinnvoll bezeichnete er, die Graf-Gebhardt-Straße zur Einbahnstraße zu machen.

Ein wichtiger Punkt war die künftige Zusammenarbeit mit Flossenbürg. "Wir haben gemeinsam viel zu bieten", lautete die einhellige Meinung. Ein nächstes Ziel solle der Internetauftritt beider Orte sein.
Immobilienentwicklung muss im Zentrum stattfinden.Stefan Leuninger
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