Professor aus Bangkok besucht Flosser Ehepaar Witzl
Leidenschaft für Chabos

Professor Dr. Suthep Chongulia besucht Anni und Werner Witzl. Im Gepäck: ein Kunst-Hühnchen. Der Pokal stammt aus Bangkok. Dort stellte der Thailänder Witzls Stamm vor - und holte Bestnoten. Bild: le
Vermischtes
Floß
14.05.2016
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Die Chabo-Zucht ist die große Leidenschaft von Anni und Werner Witzl. 60 der japanischen Urzwerghühner mit dem steilen Schwanz und den großen Kopfpunkten leben in den akkurat gepflegten Ställen der Flosser. Ein Gast aus Thailand teilt die Passion.

Zu Besuch war Prof. Dr. Suthep Chongulia in Begleitung des Vorsitzenden des Chabo-Clubs Ingolstadt, Manfred Bartl. Der Professor war Gast der Jahreshauptversammlung in Baden-Württemberg und nutzte die Gelegenheit für einen Abstecher nach Floß. Die Freundschaft der Witzls mit Prof. Chongulia hat eine spannende Vorgeschichte: Schon 2010 war der Thailänder in Floß und hatte einen Stamm - ein Hahn und mehrere Hennen - weiß mit schwarzem Schwanz mit nach Thailand genommen.

Bei der größten Geflügelausstellung in Bangkok kam es zu einem unvorstellbaren Erfolg. Dort ereichte der Chabo-Stamm die Höchstnote der Preisrichter. Als Prof. Chongulia 2012 in Seligenstadt seinen Flosser Freund Werner Witzl wieder traf, gab es nicht nur ein freudiges Wiedersehen: Der Gast aus Thailand brachte auch den Pokal aus Bangkok mit. Bei seinem Besuch in Floß überraschte Prof. Chongulia mit einem kleinen Kunstwerk, einem Chabo-Huhn.

Professor Dr. Suthep Chongulia ist Mitglied des Sondervereins der Chabo-Züchter in Deutschland. Er unterrichtet an der Universität in Bangkok und arbeitet außerdem für das Thailändische Königshaus.

Der Gast war sehr angetan von der züchterischen Arbeit von Anni und Werner Witzl, ebenso von der Zuchtanlage. Die Erfolge können sich sehen lassen. Witzl ist Meister der Bayerischen Rassegeflügelzüchter und fünffacher bayerischer Meister. Mit seinen 14-Chabo-Bändern hat er höchste Preise bei Großschauen in England und Holland erhalten. Chabohähne krähen heute bereits in fünf europäischen Ländern. Bei der Landesgartenschau präsentierte Witzl im japanischen Bonsaigarten drei Wochen seine Tiere.

Im Flosser Kleintierzuchtverein gehören die Eheleute zu den erfolgreichsten Züchtern. Beide sind Ehrenmitglieder. Vor 36 Jahren sind die Witzls "auf den Hahn gekommen". Anni Witzl gefiel die ausgesprochene Zierlichkeit, dazu die putzige und groteske Erscheinung des um 1860 aus Japan eingeführten Chabo-Huhns. Sie überzeugte ihren Mann Werner, der sich seit Kindheit der Kleintierzucht verschiedenster Rassen verschrieben hat. Die Chabo-Zucht ist für das Paar Leidenschaft geworden. Nach Fachsimpelei auf höchstem Niveau verabschiedeten sich die Züchter von ihrem thailändischen Freund mit "Gut Zucht ".
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