Rehwild zeigt Zähne
Jagdgenossenschaft erwägt höheren Abschussplan

Vermischtes
Floß
11.03.2016
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Jetzt wird gehandelt. Das Forstwirtschaftliche Gutachten 2015 zur Waldverjüngung blieb in der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Gailertsreuth nicht ohne Folgen. Im Gasthaus Plödt in Diepoltsreuth schlug Jagdvorsteher Werner Opitz eine gemeinsame Waldbegehung von Jagdpächter, Waldbesitzer und Jagdvorstand mit Forstoberinspektor Sebastian Höllerer von der Flosser Forstdienststelle am Mittwoch, 30. März, vor. Dann soll die Entscheidung fallen, ob und in welchem Ausmaß der Abschussplan für Rehwild für die kommenden drei Jahre erhöht wird.

Der Jagdvorsteher hatte berichtet, dass die Verbissschäden im Revier Gailertsreuth als zu hoch eingestuft würden. Die Tendenz verschlechtere sich. Ein weiteres Problem: Im Jagdrevier Diepoltsreuth ist Schwarzwild auf dem Vormarsch. Immerhin 11 Wildschweine wurden im letzten Jahr erlegt.

Jagdvorsteher Opitz hatte die Hasentreibjagd vom Dezember angesprochen. Die Ausbeute sei verblüffend gewesen: 16 Hasen, ein Fuchs und ein Nussgagl. Auch ein verunglücktes Reh wurde aufgespürt. Derzeit werde die Möglichkeit geprüft, für die Flosser Jagdgenossenschaften eine Maschine zur Beseitigung von Schwarzwildschäden in Grünland und Kleegras anzuschaffen. BBV-Ortssprecher Markus Schieder von der Jagdgenossenschaft Schlattein wolle dazu offene Fragen klären. Möglich sei die Ausleihe einer Maschine namens "Wiesenbüffel". Eine unverbindliche Umfrage ergab, dass sich die Mehrheit der sieben Flosser Jagdgenossenschaften einen derartigen Maschineneinsatz vorstellen kann.

Dass die Jagdpacht jährlich ausbezahlt wird und diese Regelung bis zum Jahre 2019 gilt, bestätigten die Jagdgenossen durch erneuten Beschluss. Zur Auszahlung kommt ein Betrag von 3,60 Euro je Hektar. Die Auszahlung erfolgte noch in der Mitgliederversammlung. Bis 15. April kann sie bei Kassenführer Josef Frank aus Ritzlersreuth beantragt werden. Der Jagdpachtvertrag läuft am 30. März 2017 aus. Opitz bat die Jagdpächter um Rückmeldung, unter welchen Bedingungen er verlängert werden kann. Der Jagdvorsteher stellte fest, dass Hege und Pflege der beiden Reviere Gailertsreuth und Diepoltsreuth ordentlich seien.

Die abschließenden Berichte der Jagdpächter bestätigten die Einhaltung der Abschusspläne und eine aktive Bejagung der Reviere. Josef Bruischütz hielt für den Jagdbogen Gailertsreuth fest, dass ein Frischling weiblich, 4 Keiler, 16 Hasen, 13 Füchse, 2 Krähen und ein Eichelhäher erlegt worden seien. Im Jagdbogen Diepoltsreuth waren es nach Aussage von Pächter Gunther König 3 Wildenten, 9 Füchse und 11 Wildschweine. Dazu kamen zwei Verkehrsunfälle mit Rehwild. Nach Meinung von Hans Sollfrank sollte der Abschuss von Füchsen auf ein vertretbares Maß beschränkt werden.
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