Schulahus Floß feiert 60. Geburtstag
Lernen in Frieden und Freiheit

Farbenprächtig und geradlinig präsentiert sich heute das Schulzentrum mit Turnhalle, Aula und Altbau, dessen Kern vor 60 Jahren entstand. Bild: le
Vermischtes
Floß
30.04.2016
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Was bei den Feierlichkeiten anlässlich der Einweihung des neuen Zentralschulhauses vor 60 Jahren und bei der 50-Jahr-Feier 2006 durch Glückwünsche, Gruß- und Dankesworte von den Festrednern zum Ausdruck kam, hat sich erfüllt.

Die frühere Volks- und heutige Grund- und Mittelschule hat in Frieden und Freiheit ihren Bildungsauftrag erfüllt. Wenn am Freitag, 6. Mai, von 9 bis 12.15 Uhr das 60-jährige Bestehen des Schulhauses mit einem Tag der offenen Tür gefeiert wird, darf ein kurzer Blick in die Geschichte nicht fehlen. Sie begann im 16. Jahrhundert, als Herzog Ott-Heinrich von Neuburg in seiner ersten Kirchenordnung Unterricht für die Kinder vorsah. Von 1824 bis 1878 gab es im Ort auch eine jüdische Religionsschule.

Unterricht an sieben Orten


Spatenstich für das heute noch genutzte Gebäude war am 3. Oktober 1953 mit dem damaligen Bürgermeister und Vorsitzenden des Schulverbandes, Josef Lehner. 1955 wurden 560 Kinder in 14 Räumen, die in 7 verschiedenen Gebäuden, in Baracken und Gaststätten untergebracht waren, unterrichtet. Am 18. Dezember 1955 erfolgte die Einweihung. Doch damit war das Problem der Raumnot noch nicht gelöst.

Unter Bürgermeister Hans Ruckdäschel erfolgte die erste Erweiterung. Am 16. November 1968 wurde der Anbau unter den damaligen Vorsitzenden des Schulverbandes Walter Wirth zusammen mit einer neuen Turnhalle und Allwetterplatz seiner Bestimmung übergeben.

Mit Beginn des Schuljahres 1969/1970 wurden das 9. Schuljahr eingeführt und die Bekenntnisschulen aufgelöst. Das führte zur Eingliederung der 7. bis 9. Klassen aus Flossenbürg. Für die insgesamt 718 Schülern fehlten mindestens vier Räume.

Mit der Eingliederung der Landgemeinden in den Markt 1972 löste sich der Schulverband auf. Der Markt wurde alleiniger Sachträger der Volksschule.

Bürgermeister Fred Lehner nahm den Bau eines zweiten Erweiterungsgebäudes in Angriff. Drei neue Klassenräume, ein Mehrzweck- und Werkraum mit Musiksaal und Nebenräumen wurden errichtet. Das Hauptgebäude bekam eine Frischzellenkur verpasst spowie neue Verwaltungsräume mit Sekretariat, Rektor- und Konrektorzimmer.

Schwerpunkt Sport


Am 26. Oktober 1984 stand die Einweihung des zweiten Erweiterungsbaues im Kalender. Zum Mekka des Schul- und Breitensports wurde die damals so bezeichnete Schulsportanlage an der Plößberger Straße. Sie wurde 1980 ihrer Bestimmung übergeben. Es folgte der Neubau einer Mehrzweckhalle, eine Schieß- und Kegelbahnanlage.

Unter Bürgermeister Günter Stich gab es weitere Sanierungsmaßnahmen für die Bildungsstätte. Seit einigen Jahren hat die gemeindliche Musikschule in der Schule ihr festes Zuhause.

15 Lehrer bilden derzeit mit Schulleiter, Rektor Peter Steigner und Konrektor Rudi Schneider das Kollegium. Sie unterrichten in 8 Klassen 161 Kinder, darunter 94 Grund- und 67 Mittelschüler.

Tag der offenen TürAm Freitag, 6. Mai, gehen beim Tag der offenen Tür eine Reihe von Aktivitäten der Klassen unter dem Motto "Schule früher und heute" über die Bühne. Die Schulspielgruppe wird unterstützt von Chor und Flötengruppe ein Märchen aufführen.

In einer kleinen Ausstellung werden Stationen der vergangenen Jahre in Erinnerung gerufen. Der Elternbeirat wartet mit Brotzeiten auf. Es gibt auch Kaffee und Kuchen. (le)
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