Trotz Kritik
Mehrheit der Bergnetsreuther Jagdgenossen trotzt Kritik weiter für Mitgliedschaft im Bauernverband

Vermischtes
Floß
29.03.2016
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Die Mitgliedschaft im Bauernverband ist einigen Jagdgenossen aus Bergnetsreuth ein Dorn im Auge. "Wenn man Rat und Hilfe braucht, geschieht ohnehin nichts", klagen sie. Die Mehrheit sprach sich in offener Abstimmung aber für die Mitgliedschaft aus.

Jagdvorsteher Josef Lindner warb um Verständnis für die Erhöhung des Abschussplanes beim Rehwild von bisher 24 auf künftig 28 Exemplare. Das habe mit dem Verbissgutachten für die Hegegemeinschaft Floß zu tun. Ein dickes Kompliment machte Lindner der Jägergemeinschaft mit Horst Sommer, Manfred Meier, Robert und Gerhard Venzl samt Begeher Jörg Eismann. Das Einvernehmen könne nicht besser sein.

Abschussplan erfüllt


Das bestätigte auch Mitpächter Gerhard Venzl in seinem Jahresbericht. Der Abschussplan ist erfüllt. Sieben Rehe wurden auf der Kreisstraße nach Theisseil überfahren. Die Jäger schossen 13 Wildschweine, einen Hasen, einen Iltis, 35 Füchse, 47 Wildenten, eine Elster und 4 Raben.

Das Revier vertrage eine Anhebung des Jahresabschusses von Rehwild. Deshalb gab es auch Zustimmung zum neuen Abschussplan.

In einem Schreiben an die Jagdgenossenschaft stellte Landrat Andreas Meier fest, dass gemeinsam mit der Unteren Jagdbehörde ausführlich die aktuellen rechtlichen Gegebenheiten für die Verwendung von Nachtzielgeräten sowie aktuelle Ausnahmetatbestände für eine Sondererlaubnis erörtert wurden. Eine Aussage, dass er die Wildschweinplage als "nicht so schlimm " eingeschätzt habe, habe er zu keiner Zeit gemacht.

Nach dieser Information waren sich die Jagdgenossen darüber einig, von einer möglichen Kostenbeteiligung für die Anschaffung eines Gerätes zur Behebung von Schwarzwildschäden durch die Jagdgenossenschaften im Flosser Amt abzusehen.

Drei Euro pro Hektar


Künftig sind Wildschäden zunächst den Jagdpächtern und - soweit erforderlich - dem Jagdvorsteher zu melden, bevor es zu einer Anzeige bei der Gemeinde kommt. Die Schäden hielten sich in Grenzen und wurden bislang einvernehmlich geregelt.

Der Kassenbestand gestattet die Auszahlung des Jagdschillings. Zur Auszahlung kommen drei Euro je Hektar. Die Auszahlung kann bis 20. April bei Alois Krichenbauer beantragt werden.
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