10. Netzwerktreffen des etz
Pelletheizung als Alternative

Ein warmer Empfang: Vor Beginn des Netzwerktreffens konnten sich die Netzwerker an einem Pelletofen aufwärmen. Georg Engmann hatte ihn auf dem Vorplatz aufgestellt. Bild: Bühner
Wirtschaft
Floß
26.11.2016
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Sie sind effizienter als Holz. Und ihre Öko-Bilanz ist besser als die von Heizöl. Kein Wunder, dass immer mehr heiß auf Pellets sind.

(sbü) Das 10. Netzwerktreffen des Energietechnologischen Zentrums Nordoberpfalz (etz) im Rathaus in Floß drehte sich um das Thema Pelletheizung. Etz-Geschäftsführer Matthias Rösch hatte Dr. Gian Paolo de Leonardis, Projektleiter der Firma MCZ Group, als Hauptreferenten gewonnen.

Generell stellte er fest, dass, gemessen mit den einschlägigen Normvorschriften, Pellets gegenüber Brennholz "eine um zehn Prozent höhere Effizienz aufweisen". Und: "Die CO2-Ökobilanz von Pellets ist besser als die des Heizöls." Pellets seien bei den Abgaswerten gegenüber dem Holz im Vorteil, besonders deutlich werde dies bei Messungen von Kohlenstoffmonoxyd. De Leonardis erklärte die verschiedenen Typen von Pelletöfen. Wesentliche Unterschiede ergeben sich in der Luftzu- und -abführung. Für welches System man sich entscheiden könne, hänge von den Gebäudevoraussetzungen ab. Pelletofen-Systeme können für einzelne Räume bis hin zu ganzen Häusern eingesetzt werden.

Moderne Pelletöfen könnten sich weitgehend selbst steuern. Bei der Hydrotechnologie erfolge ein Wärmeaustausch mit Heizungswasser in Kombination mit der Raumbelüftung. Auch ein Pufferspeicher kann dabei eingesetzt oder eine Solaranlage angeschlossen werden. Insgesamt seien Pelletheizungen gegenüber Holzscheitheizungen für den Nutzer deutlich bequemer und komfortabler. Zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten mit Zuschussbeträgen teilweise bis über 5000 Euro wurden vorgestellt.

Bürgermeister Günter Stich erinnerte daran, dass das Flosser Rathaus im Zuge der energetischen Sanierung auf Pellets umgestellt habe. Früher seien vor allem wegen der strombetriebenen Heizung 22 000 Euro Stromkosten angefallen. Für Pellets müssten jetzt nur noch 4000 Euro ausgegeben werden. Über das KfW-Förderprogramm für Brennstoffzellen sowie das KfW-Energieeffizienzprogramm informierte etz-Geschäftsführer Rösch. Er kündigte das nächste Netzwerktreffen zum Thema "Smart Home" im Kunsthaus Waldsassen an.
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