Auch Naturschützer
Bergwachtanwärter aus der Region Bayerwald legen in Flossenbürg Naturschutzprüfung ab

Zur Naturschutzprüfung kamen Bergwachtanwärter aus dem gesamten Bayerwald-Bezirk nach Flossenbürg. Sie müssen sich bei ihrem Dienst nicht nur um Menschen, sondern auch um Fauna und Flora kümmern. Bild: nm
Freizeit
Flossenbürg
11.07.2016
23
0

Es war machbar, gehörig büffeln mussten die 24 Männer und Frauen aber durchaus. Bergwachtanwärter aus der gesamten Region Bayerwald legen in Flossenbürg die Naturschutzprüfung ab.

Bei der Gründung der Bergwacht spielte der Schutz der Landschaft sowie von Fauna und von Flora eine entscheidende Rolle. Das blieb bis heute so, auch wenn die Organisation meist bei der Hilfe für die Menschen Aufmerksamkeit erfährt.

Eine gute Stunde schwitzten am Samstag die jungen Leute in dem von der Gemeinde zur Verfügung Räumen im Obergeschoss des Rathauses zum Thema Naturschutz. Christian Seidl und Andreas Gerber wickelten die Prüfung ab. Der Bogen spannte sich vom Wissen über die Gebietscharaktere oder das Verhalten in Schutzgebieten bis hin zu den Eigenarten der Tiere und Pflanzen.

Oft auf Streife


Seidl und Gerber zum Sinn des Ausbildungszweiges: "Unsere Mitglieder sind oft auf Naturschutzstreife unterwegs. Den Menschen wichtige Aspekte nahezubringen und sie zu sensibilisieren, das kann nur funktionieren, wenn man selbst einschlägiges Wissen hat." Und das stellten die Teilnehmer mit Papier und Bleistift eindrucksvoll unter Beweis.

Um die passenden Rahmenbedingungen kümmerten sich Manfred Sladky, Doris Schell und Elia Stahl. Sie ließen auch das leibliche Wohl der Gäste nicht zu kurz kommen. Vonseiten der Bergwacht Weiden war Bereitschaftsleiter Sebastian Vogel gekommen. In Flossenbürg existiert mit der Bergrettungswache ein wichtiger Stützpunkt der Bergwacht.

Schon 17 Einsätze


Welch hohen Stellenwert die Organisation im Ort hat, zeigte das Interesse der Helfer vor Ort. In Flossenbürg werden in Kürze acht Leute ihre Ausbildung beenden. Der Zuständigkeitsbereich der gesamten Weidener Bergwacht umfasst mehr als 1500 Quadratkilometer. Zu tun gibt es genug. Im des ersten Halbjahr kam es zu 17 Einsätzen. "Aber auch Kameradschaftsgeist spielt eine große Rolle." Einen besonderen Einsatz wickelte nach der Prüfung Rudi Schüßlbauer ab. Der Bergwachtler und Naturschützer mit Leib und Seele stellte den Gästen den Schloßberg vor. Im Gegensatz zur Prüfung nicht in der Theorie, sondern in der Praxis. Auf dem "Weg des Granits" ging es rund um den Berg. Staunen ließ der Zwischenstopp am Burgweiher. Dort tritt das Urgestein zwiebelschalenförmig zutage. Und dann ging es noch hoch hinauf auf die Burg.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bergwacht (14)Naturschutzstreife (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.