Neue Naturpark-Infostelle im Rathaus eröffnet
Dem Steinpicker auf der Spur

"Das habt ihr toll gemacht", gratulieren Landrat Andreas Meier und Bürgermeister Thomas Meiler (Zweiter und Dritter von links) den Ausstellungsmachern Martin Koppmann, Mathilde Müllner und Stefan Krapf (von links). Bilder: nm (2)
Freizeit
Flossenbürg
29.07.2016
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Gut geschützt unter einer Glashaube ist das von Stefan Krapf gefertigte Burgmodell. Mehr als zehn Jahre Arbeit stecken in der Nachbildung der ehemaligen Hohenstaufenfeste.

Ein kleines Tier ist am Mittwoch der große Star. Seit der Eröffnung der neuen Naturpark-Informationsstelle im Rathaus wissen die rund 50 Gäste, dass der Steinpicker eine besondere Schnecke mit flachem Gehäuse ist. Allerdings gibt es noch viel mehr Wissenswertes zu erfahren.

Bürgermeister Thomas Meiler schilderte zum Auftakt die Beweggründe dafür, in der Eingangshalle des Rathauses und im Obergeschoss eine Ausstellung auf die Beine zu stellen. "Unser Ort hat sich auf den Weg gemacht, einer Vorbildlandschaft, der Qualität und den Grundsätzen des Naturparks gerecht zu werden." Konkret ging es bei der Umsetzung der Theorie in die Praxis um die mehr als 1000-jährige Geschichte des Ortes und um die ehemalige Hohenstaufenfeste als Wahrzeichen von Flossenbürg, der Region und des Naturparks. Ein hoher Stellenwert kommt genauso dem Granit, sowie Fauna und Flora zu.

Mehr als nur ein Rathaus


Der Abschluss der Vorbereitungsarbeiten stelle aber nur den Anfang für weiteres Engagement dar. "Jeder ist aufgefordert, sich einzubringen. Unser Ort, unsere Heimat und unser Lebensraum müssen es uns wert sein, sich dafür zu begeistern und dafür einzutreten." Mit den Inhalten der Ausstellung setzte sich Landrat Andreas Meier als Vorsitzender des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald auseinander. Unter der Vorgabe "Natur und Kultur" sei das Rathaus ab heute mehr als ein Verwaltungsgebäude. "Ein Schwerpunktthema ist der Granit mit der darauf zu findenden Tier- und Pflanzenwelt. Dazu zählt auch der Steinpicker, von dem ich bislang gar nichts wusste."

Breiten Raum bekam die Burg auf dem Schlossberg eingeräumt. Der Landrat war beeindruckt: "Das von Stefan Krapf in ungezählten Arbeitsstunden erstellte Modell wurde der Gemeinde als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Es zeigt bis ins kleinste Detail den Baubestand um das Jahr 1510." Krapf erzählte den staunenden Gästen von den Funktionen der verschiedenen Gebäudetrakte und von geschichtlichen Hintergründen.

Mit der Kamera eingefangene Impressionen aus dem gesamten Naturparkgebiet ließen sich auf einem Monitor genießen. Vorbereitet und umgesetzt hatten die Dauerausstellung der Geschäftsführer des Naturparks Martin Koppmann, Mathilde Müller und die Gemeinde. Auf zehn Rollups finden sich weiterführende Informationen zu den Schwerpunktthemen. Das reicht von der Burg über Stationen aus der Geschichte des Ortes oder Fauna und Flora bis hin zu generellen Zielen des 1975 ins Leben gerufenen Naturparks. In Ruhe nachlesen lässt sich das alles in einer neuen Broschüre. Besichtigt werden kann die Ausstellung während der üblichen Rathaus-Öffnungszeiten.

Auch auf den Weg machen


Vergnüglich und unterhaltsam ging es im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends weiter. Dabei erfüllte sich gleichzeitig ein Wunsch des Bürgermeisters. "Wir wollen Zeit und Raum für Gespräche bieten. Daraus entwickeln sich weitere Ideen für die Zukunft." Wobei ein Aspekt schon jetzt Realität ist: Die Naturpark-Außenstelle stellt keine isolierte Einrichtung dar, sondern animiert zu Spaziergängen. Ziele können die Burg, der "Weg des Granits" oder beispielsweise das Burg- und Steinhauermuseum sein.
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