Christlich-jüdische Zusammenarbeit
Feier zur Woche der Brüderlichkeit

Kultur
Flossenbürg
12.04.2016
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Die Feier der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Weiden zur Woche der Brüderlichkeit hat die Besucher in der Synagoge tief beeindruckt. Es war ein Plädoyer für ein Miteinander der Religionen.

Floß. Das Motto lautete: "Um des Menschen und um Gottes willen". Die Gedenkfeier gab einmal mehr wichtige Impulse für den christlich-jüdischen Dialog, betonte die stellvertretende Vorsitzende der katholischen Religionsgemeinschaft, Monika Ilg. Gegen jede Art von Fundamentalismus helfe nur Offenheit für den Dialog. Die ergreifende musikalische Gestaltung durch eine Abordnung der Klezmer Gruppe "Carl-s-son" des Neustädter Gymnasiums unter Leitung von Andreas Kraus war einer der Höhepunkte. Der evangelische Pfarrer Peter Peischl begleitete einige Lieder mit dem Akkordeon und setzte sich mit dem Motto "Um Gottes willen " auseinander. Er fragte nach, was Gott will, welches Bild wir von Gott haben und welches Bild uns von Gott begegnet. Um Gottes Willen sei die Aufgabe der Religionen heute.

"An diesem Miteinander ist zu arbeiten. Gott dienen und ehren - ohne Toleranz geht das nicht. Ohne Toleranz, die den anderen anders sein lässt. Eine Voraussetzung für Freiheit." Peischls Appell an die Zuhörer: "Leben erhalten, Recht schaffen, Liebe üben. Um Gottes Willen."

Dannyel Morag erklärte, dass man wissen müsse, woher man komme und wo seine Ziele seien. "Dabei muss man immer Mensch bleiben. Religion darf keine Privatsache sein." Auch er bekräftigte, dass es ohne Toleranz nicht gehe. Es gelte, Recht zu schaffen. Die Fundamente müssten stimmen, stark und stabil sein. Es sei wunderbar, wenn sich Menschen verschiedener Religionen treffen, so wie in dieser Feierstunde.

Segen heilt


"Wir setzen die Tradition fort", versicherte Bürgermeister Günter Stich und betonte, dass Brüderlichkeit zum Handeln verpflichte. Im gemeinsamen Segen von Morag, Pfarrer Peischl und Pfarrer Alfons Forster kam zum Ausdruck, dass der Segen die Sprache des Friedens ist. "Er heilt Missgunst und Hass." In einer Zeit, in der Andersdenkende zu schnell verurteilt würden und Fanatismus vor Gewalt nicht zurückschrecke, sei der Segen geradezu lebensnotwendig geworden.
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