Uraufführung von Bonhoeffer-Drama
Düsteres Spiel des Schicksals

Die Nazis und ihre Schergen (Adrian Stuhlfelner) stehen zwischen Dietrich Bonhoeffer (Hannes Hoffmann, links) und seiner großen Liebe (Doris Hofmann). Im Hintergrund der stets mit sich und seinem Gewissen ringende, überlebende Leidensgenosse Bonhoeffers, „Ochsensepp“ Josef Müller (Gernot Ostermann). Bild: Tobias Schwarzmeier
Kultur
Flossenbürg
11.04.2016
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Warum er und nicht ich? Die immer gleiche Frage, die dem "Ochsensepp" den Schlaf raubt, bringt auch das sichtlich bewegte Premierenpublikum in der Gedenkstätte Flossenbürg ins Grübeln. In Bernhard Setzweins Stück "Später Besuch" entspinnt sich - auf den Tag genau 71 Jahre nach der Ermordung Dietrich Bonhoeffers und nur wenige Meter vom Hinrichtungsort entfernt - ein Drama um die Widerstandskämpfer Josef Müller und Bonhoeffer (brillant: Gernot Ostermann und Hannes Hoffmann).

Die gelungene Inszenierung von Till Rickelt für das Landestheater Oberpfalz (LTO), die am Samstag Uraufführung feierte, bewegt sich elegant zwischen Biografie und Philosophie, dem Menschen und der geschichtlichen Figur. Dabei berührt sie moralische Implikationen von Aufopferung, Selbsterhaltung, Liebe - und letztlich dem puren, schicksalhaften Glück, überlebt zu haben.

Weitere Informationen:
http://www.onetz.de/themen/landestheater-oberpfalz...
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