Zum Todestag von Dietrich Bonhoeffer leuchtete Flossenbürg
Viele Lichter erinnern an den Tod Dietrich Bonhoeffers von 70 Jahren

Bild: nm
Kultur
Flossenbürg
09.04.2015
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Flossenbürg. (nm) Die Zeit zwischen Nacht und Tag ließ niemanden unberührt. Am Mittwochmorgen erinnerte die Evangelische Jugend in Bayern an den 70 Jahre zurückliegenden Todestag von Dietrich Bonhoeffer.

Verbunden war das Treffen mit der Forderung, ein Zitat des im KZ ermordeten Pfarrers ernst zu nehmen: "Es gibt doch nun einmal Dinge, für die es sich lohnt, kompromisslos einzustehen." Mehr als 400 Teilnehmer und Helfer der bis Samstag laufenden Jugendbegegnung hatten sich damit schon die Nacht über auseinandergesetzt. Der Weidener Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum erinnerte an Diskussionsrunden, Workshops und Filme: "Da ging es um Bonhoeffer, aber auch um Rechtsextremismus." In den Blickpunkt der Feierstunde rückten Gedanken zum Frieden und zur Zufriedenheit, zur sozialen Gerechtigkeit und auch zum "neuen Menschen".

Kerzen als leuchtendes Zeichen

Den gebe es bereits in der Gestalt von Jesus oder auch in allen Völkern und Religionen. Pfarrer Herbert Sörgel sagte: "Wir brauchen solche neuen Menschen, um rund um den Erdball Liebe, Achtung und Obdach zu ermöglichen." Einige Minuten der Stille schlossen sich für die Teilnehmer, unter ihnen der Weidener Dekan Dr. Wenrich Slenczka, im Gefängnishof an. Ausgezeichnete musikalische Akzente setzte die Klezmer-Band des Neustädter Gymnasiums unter der Leitung von Andreas Kraus. Kerzen waren leuchtendes Zeichen dafür, tatsächlich über Dinge nachdenken zu wollen, für die es sich lohnt einzutreten.
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