Aus zwei mach eins

Von den Anwesen am und um den Plattenberg bekamen die Siedler ihren Namen. Der Blick hinüber zum Schlossberg mit der Burg ist fast schon so etwas wie ein immaterieller Wert für die Bewohner und ihre Gemeinschaft, die es schon bald in dieser Form nicht mehr gibt. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
07.10.2014
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Das letzte Stündlein hat noch nicht geschlagen, aber die Tage sind gezählt. Am Samstag informierten die Verantwortlichen der Plattenbergsiedler über die bevorstehende Auflösung. Die Gemeinschaft kommt aber wieder, mit doppelter Kraft.

Am 15. November ist es so weit. Vorsitzender Manfred Fritsch befasste sich im Theresienheim mit dem wichtigen Datum: "Geplant ist, an dem Abend unseren Verein aufzulösen. Das wird voraussichtlich zur gleichen Zeit bei den Säubergsiedlern passieren. Eine Stunde später gibt es die Neugründung, gemeinsam und unter dem neuen Namen Siedlergemeinschaft Flossenbürg." Mit dem Nachbarverein gibt es zu dem Vorhaben bereits seit Monaten enge und gute Kontakte: "Rechtsanwalt Peter Sailer und Notar Marcel Wollmann haben uns bei den vielfältigen rechtlichen Fragen beraten und unterstützt."

Fritsch ging es nicht nur um organisatorische Vorgaben sondern in erster Linie um das Warum: "Die Fusion ist schon seit Längerem Thema. Jetzt wollen wir sie auch verwirklichen. Ob es dazu kommt, darüber entscheiden aber die Mitglieder. Ich kann nur an sie appellieren, den Schritt zu unterstützen." Es folgte eine lange Liste mit Argumenten. Ganz oben stand der Blick in die Zukunft. Eine große Gemeinschaft mit insgesamt 340 Mitgliedern mache mehr Sinn als zwei kleine. Das reiche von den gleichen Zielen über das Besetzen der Führungspositionen oder die finanziellen Möglichkeiten bis zur Mitsprache im Verband. Nicht vergessen werden dürfe auf die Altersstruktur: "Junge Helfer für Arbeitseinsätze oder Veranstaltungen werden immer weniger. Auf mehr Schultern verteilt lässt sich das besser kompensieren." Die Tatsache, dass es in Flossenbürg bisher zwei Gemeinschaften gibt, hat mit der Entwicklung des Ortes und mit geschichtlichen Hintergründen zu tun: "Wir sollten aber nicht auf die Zeichen der Zeit vergessen und rechtzeitig die Weichen für eine gute Zukunft stellen." Nachteile für die Mitglieder gibt es nicht. Rechte und Pflichten bleiben unverändert bestehen, auch gegenüber dem Verband. Dazu gehört die Dauer der Zugehörigkeit ebenso wie der Versicherungsschutz. Etwas Wehmut war bei den Wortmeldungen der anwesenden 29 Mitglieder nicht zu überhören, Der Verein habe sich über Jahrzehnte hinweg positiv entwickelt. Stolz sind die Plattenbergsiedler nicht zuletzt auf die Freizeitanlage mit dem Vereinsheim am Unteren Plattenberg. Ein Neben- statt ein Miteinander mache aber keinen Sinn. Wie das Verschmelzen in der Praxis funktioniere, werde die Zukunft zeigen.
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