DGB-Jugend und Schüler erinnern an Novemberpogrome und fordern Engagement gegen Rassismus und ...
Es darf nie einen Schlussstrich geben

Lokales
Flossenbürg
12.11.2014
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Derzufolge wünsche sich ein Drittel der befragten 18- bis 35-Jährigen einen Schlussstrich unter die NS-Geschichte. Davon wollten 130 junge Leute aus der Peter-Henlein-Realschule Nürnberg, der Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung "Hören und Sprache" in Nürnberg und der Johann-Georg-August-Wirth-Realschule in Hof nichts wissen. In der Kapelle "Jesus im Kerker" in der KZ-Gedenkstätte betonten sie die Bedeutung des Erinnerns, zitierten aus Wolfgang Borcherts Versen "Sag nein" und zündeten Kerzen für die Opfer an.

Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer, unter ihnen Vertreter des DGB, sowie die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Reinhold Strobl, genauso vom Beitrag einer Abordnung der tschechischen Metallgewerkschaft OS Kovo. "Auf die Erinnerung und auf Gedenkstätten lässt sich nicht verzichten."

Den konkreten Bezug zur Gegenwart stellte Katja Ertl von der DGB-Jugend Ostbayern her. "Es beginnt im Kleinen, im Alltäglichen. Rassismus, Faschismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind mit dem Untergang des Dritten Reichs nicht verschwunden, sondern allgegenwärtig." Noch hätten Rechte in Bayern wenig Erfolg mit der Propaganda gegen Asylsuchende.

"Wir dürfen aber nicht darauf vertrauen, dass es so bleibt", rückte Astrid Backmann von der DGB-Jugend Bayern das Thema Flüchtlinge in den Blickpunkt. Sichtbares Zeichen der Trauer um die Opfer und des Mahnens für die Gegenwart war der im "Tal des Todes" niedergelegte Kranz.
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