Erstes Ergebnis in 100 Jahren

Lokales
Flossenbürg
08.11.2014
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Das Ergebnis können erst kommende Generationen sehen. Den Grundstock für die Veränderung der Wälder rund um den Entenbühl legt Oswald Hamann aber bereits heute.

Im Bereich der Silberhütte werden zurzeit Bergfichten gepflanzt. "Ein Beitrag für mehr Stabilität und gegen den Klimawandel", fasste der Revierförster die Hintergründe zusammen. Wie dringend die Aktion ist, zeigt ein Blick nach oben. Zahlreiche Fichten mussten der rauen Höhenlage, den Wind-, Schnee- und Reiflasten Tribut zollen.

Abgebrochene Wipfel und Äste, Verkrüppelungen oder Zwieselbildungen sind fast schon die Regel: "Die vor Jahrzehnten gepflanzten Fichten sind für Extrembelastungen wenig geeignet. Das ist beileibe kein Vorwurf, denn damals wusste man es nicht besser. Wesentlicher passender sind Bergfichten", erklärte Hamann.

Mit ihrer schlanken Krone und ihrer für Höhenlagen ausgeprägten Widerstandskraft bietet sich dieser Baum besser für das hoch liegende Gebiet an als seine "normale" Schwester. Von alleine wechselt der Bewuchs aber nicht. Der Aufwand für die Pflanzaktion ist groß. Über Tage hinweg sind nach seinen Vorgaben vier Leute unterwegs, die Baum-Babys in den Boden bringen. Die Stecklinge stammen aus dem Bindlacher Pflanzgarten der Bayerischen Staatsforsten, sind nur wenige Zentimeter hoch und können in der ersten Zeit vom Erdballen zehren. In die mit einem Spezialspaten gestochenen Löcher passen Ballen und Pflänzchen genau hinein.

Die Akkord-Arbeit strengt körperlich an, es müssen die richtigen Pflanzabstände eingehalten werden und Steine gibt es um den Entenbühl mehr als genug. Die Bergfichten verteilen sich auf zwölf Hektar Fläche. 6000 von ihnen bekommen rund um den höchsten Berg der nördlichen Oberpfalz eine neue Heimat. Wie das Ergebnis aussieht, zeigt sich erst in gut 100 Jahren.
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