Feuerrotes "Mane"-Mobil

Der neue Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Flossenbürg heißt "Mane" und erhielt am Samstag den Segen. Danach stießen die Floriansjünger mit den Gästen auf allzeit gute Fahrt an. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
02.07.2015
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"Es ist ein besonderer Tag für die Feuerwehr und für Flossenbürg." Mit diesen Worten eröffnete Vorsitzender Ulrich Krapf den Festakt am Ortsplatz. Im Blickpunkt stand ein knallroter "Mane".

Ulrich Krapf blickte am Samstag bis ins Jahr 1889 zurück. Damals schaffte die Gemeinde erstmals eine Löschmaschine an: "Vieles folgte. Das zeigt, wie aufgeschlossen die Verantwortlichen der Gemeinde und die Einwohner dem Feuerschutz gegenüberstehen." Jüngste Investition ist der Mannschaftstransportwagen, der geschmückt am Ortsplatz stand: "Wenn sich mit dem Fahrzeug nur ein einziges Mal Unheil abwenden lässt, dann hat sich die 50 000 Euro teure Investition gelohnt", sagte Krapf.

Alter Wagen fast 30 Jahre alt

Kommandant Manfred Sladky stellte den Gästen, unter ihnen Abordnungen der Nachbarwehren aus Altenhammer, Floß und Brünst, Details vor. Neun Feuerwehrleute passen in den Wagen, dazu die Ausrüstung. 125 PS treiben den Ford Transit an, den die Firma Binz umbaute: "Viele haben dazu beigetragen, dass wir das Auto kaufen konnten." Stellvertretend nannte Sladky die Namen Franz Wünsche, Peter Müller und Walter Fischer. "Das alte, fast 30 Jahre alte Auto musste ausgemustert werden. Die Ersatzteilbeschaffung gestaltete sich immer schwieriger", begründete der Kommandant. Einfach nur eine "Sache" soll der Wagen nicht sein. Der Tradition folgend erhält das Auto einen Namen, informierte stellvertretender Kommandant Walter Fischer. "Unser Auto heißt Mane, die Kurzform des Vornamens von Kommandant Sladky."

Den Brauch nahm Pfarrer Georg Gierl auf die Schippe. "Die Beziehung zwischen Feuerwehrmännern und Gerätschaft ist eine ganz besondere. Da mögen manchmal sogar die Ehefrauen neidisch werden." Zusammen mit Amtskollegin Lisa Weniger aus Floß segnete Gierl den Wagen. Die Seelsorger gingen der Frage auf den Grund, warum der ehrenamtliche Feuerwehrdienst in Österreich, Polen und Bayern einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert hat. Zu tun habe das mit dem ausgeprägten christlichen Gedankengut in den Ländern, stellten sie fest.

Kein Luxus

Und gelegentlich komme der Idealismus sogar Ministranten zugute: "Mit dem Weihrauchfass lösten sie an Dreikönig in der KZ-Gedenkstätte Alarm aus. Die Feuerwehr war sofort da musste aber nicht eingreifen", erzählte Gierl.

"Solche Tage wie heute sind für unsere Feuerwehren immer etwas besonderes", betonte Landrat Andreas Meier fest. "Die Anschaffung war kein Luxus, sondern unverzichtbar", merkte Kreisbrandrat Richard Meier an. Der Schlusspunkt der Feierstunde war der wichtigste. Zweiter Bürgermeister Thomas Meiler überreichte den Fahrzeugschlüssel. Gefeiert wurde auch nach dem offiziellen Teil im Feuerwehrhaus. Mit den Gästen stießen die Floriansjünger beim Weinfest auf allzeit gute Fahrt an.
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