Franz Kramlinger nimmt den Fotoklub mit auf eine Bilderreise in ein außergewöhnliches Land
Ein Abend in Äthiopien

Lokales
Flossenbürg
24.11.2014
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Armut ist Alltag in Äthiopien. Gleichzeitig lassen sich in dem 96 Millionen Einwohner zählenden Binnenstaat in Ostafrika landschaftliche Reize bewundern, die den Atem verschlagen. Franz Kramlinger stellte beim Fotoklub Impressionen von Land und Leuten vor. Vier Wochen lang hatte er sich mit Ehefrau Gertraud und mit der Kamera in Äthiopien umgesehen.

Genau vor einem Jahr machten sich die Kramlingers mit einer zwölfköpfigen Gruppe auf zu einer Tour durch einen Staat, in dem es scheint, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Für die am Donnerstag in "Murphys Pilsstube" gezeigte Bilderserie aus dem Norden gibt es im Frühjahr 2015 eine Fortsetzung. Dann mit dem zweiten Teil, der den Süden Äthiopiens vorstellt.

Bereits der erste Abschnitt begeisterte die knapp 50 Gäste. Kramlinger fing nicht nur touristische Sehenswürdigkeiten mit der Kamera ein. Mitgebracht hatte er genauso Eindrücke vom Leben der Menschen und von den Reizen abwechslungsreicher Landschaften. Bei den Bildern alleine beließ es der Amateurfotograf nicht.

Seine Erzählungen und Berichte ergänzten die Impressionen auf der Leinwand ausgezeichnet. Los ging es in Addis Abeba. Mit dem Bus oder auch zu Fuß machte sich die Gruppe zwei Wochen auf durch den Norden Äthiopiens: "Je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernten, desto krassere Formen nahm die Armut der Menschen an. Alleine schon Trinkwasser ist für sie keine Selbstverständlichkeit. Häufig muss es in Tonkrügen oder Kanistern weither geholt werden." In der Landwirtschaft prägen Muskelkraft und Ochsen die Arbeitsabläufe: "Maschinen und Fahrzeuge bekamen wir nirgends zu Gesicht."

Anstrengend gestalteten sich die Trekking-Touren. Dafür bescherten sie begeisternde Erlebnisse. Das reichte von der bizarren Bergwelt mit den aufragenden Viertausendern und märchenhaft anmutenden Wäldern bis hin zum Besuch von Kirchen und Klöstern oder den Abstecher zum Tal des Blauen Nils. Fitness war bei den Märschen hinauf zu den Hochebenen gefragt. Aufgeschlossen und kontaktfreudig gestalteten sich, wie die Szenen aus dem Alltagsleben oder die Porträts zeigten, die Begegnungen mit den Einheimischen: "Bettelnde Kinder, wie in vielen anderen Ländern durchaus an der Tagesordnung, gab es nicht. Sie freuten sich über kleine Geschenke und waren neugierig, aber nicht aufdringlich."

Lange anhaltender Applaus war Lohn für den außergewöhnlichen Vortrag und die imponierenden Aufnahmen. Weiter ging es an dem Abend mit der Abgabe für die Jahresmeisterschaft. Insgesamt 17 Serien als Bildabzüge oder in digitaler Form, so viele wie schon seit Jahren nicht mehr, wurden eingereicht. Bis zum 11. Dezember bleibt die Spannung erhalten. Erst bei der Jahresabschlussfeier gibt es mehr über erreichte Punkte und Platzierungen zu erfahren.
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