Friedhofs-Glocke wackelt

Lokales
Flossenbürg
09.03.2015
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Nach sechs Jahrzehnten ist es an der Zeit, dem Leichenhaus einen neuen Hut aufzusetzen. Sorgen bereiten vor allem aber Sicherheitsaspekte am Glockenturm.

Dem Gemeinderat lag am Freitag eine lange Tagesordnungsliste vor, bis hin zur Mittagsbetreuung im kommenden Schuljahr. Rund 16 000 Euro fallen an die Altenhammerer Zimmerei Plödt für das neue Dach am Leichenhaus an. Die Glasur der Ziegel platzt immer mehr ab und lässt Feuchtigkeit durch. Ohne Austausch würde sich der Zustand in kurzer Zeit noch merklich verschlimmern. Mit Eigenleistungen lässt sich der finanzielle Aufwand etwas drücken. Hinzu kommen kann allerdings ein Mehraufwand für die Sanierung des Holzturmes. Zweiter Bürgermeister Thomas Meiler erklärte die Situation: "Er bewegt sich beim Läuten und das ist nicht gut. Was genau los ist, lässt sich erst bei der Dacherneuerung sagen."

Gebühren steigen

Abzuwarten bleibt genauso, wie es mit der Mittagsbetreuung weitergeht. Für das laufende Schuljahr gibt es in Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Gemeinde und Schule ein Idealangebot. Es deckt die Zeit von 7 bis 17 Uhr sowie zusätzlich noch einen Teil der Ferien ab, und das zu Dumpingpreisen. Für 2015/16 bekommen die Eltern in Kürze eine Bedarfsumfrage. Bei den künftigen Erstklässlern wird der Fragebogen bei der Schuleinschreibung am 18. März ausgehändigt. Bis Ende des Monats müssen die Unterlagen ausgefüllt wieder im Rathaus beziehungsweise im Kindergarten sein.

Grundlage für die in den vorangegangenen zwei Jahren vom Staat bewilligte Stabilisierungshilfe war ein Haushaltskonsolidierungskonzept. Die Übersicht zu wichtigen Daten und Fakten in der Kommune muss nun fortgeschrieben werden. Meiler stellte das umfangreiche Werk vor: "Es enthält Aussagen zur bisherigen Entwicklung und zum aktuellen Stand ebenso wie Zukunftsthemen. Das reicht von der Schuldenentwicklung über das Städtebausanierungsprojekt am Vogelherd bis hin zum Kommunalunternehmen und dem Campingplatz am Gaisweiher." Einwände aus dem Gremium gab es nicht. Eventuell nötige Anpassungen sollen mit dem Landratsamt abgesprochen werden.

Um den Gaisweiher ging es im Rathaus auch aus einem anderen Grund. Zum 1. April gelten höhere Gebühren: "Nötig werden die in erster Linie wegen des Mehraufwands für Wasser und Abwasser. Dafür entfällt künftig der Zuschlag für festinstallierte Wasseranschlüsse." Dauerthema sind seit Jahren die Buswartehäuschen. Jetzt starten konkrete Planungen für den Austausch der bestehenden und arg ramponierten Hütten. Der nötige Vertrag mit dem Weidener Architekturbüro Juretzka passierte am Freitag das Gremium. Enthalten ist darin auch ein Konzept für ein Informations- und Leitsystem. Konkret gemeint sind die innerörtlichen Wegweiser und Hinweistafeln. Sie sollen langfristig ein einheitliches Erscheinungsbild bekommen.

13 000 Euro für Bücherei

"Eine gute und wichtige Sache", stuften Roman Schell, Birgit Neumann und Peter Schmidt ein neues Gesicht für die Gemeindebücherei ein. Die von Ulrike Scherer und Diana Bock betreute Einrichtung steht vor allem bei jungen Lesern hoch im Kurs. Für rund 13 000 Euro soll das mit dem Fachverband ausgearbeitete Konzept Realität werden. Positive Aussagen gab es genauso zum Projekt "Radweg Simultankirchen". Die Kommune unterstützt es mit dem Beitritt zum Förderverein.
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