Ganz hoch im Norden

Ein Teil der Siedlung am Vogelherd: Mit Hilfe der Städtebauförderung soll sich im Norden von Flossenbürg einiges ändern. Die öffentliche Bereiche bekommen ein neues Gesicht. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
19.12.2014
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Im Juli ging es darum Meinungen, Erfahrungen, Wünsche und Anliegen der Anwohner zu sammeln. Vor wenigen Tag stand im Rathaus der nächste Schritt beim Vorhaben an, dem Vogelherd ein neues Gesicht zu geben.

Rund 50 Männer und Frauen aus dem Wohngebiet nördlich der KZ-Gedenkstätte informierten sich über den aktuellen Sachstand.

"Wir wollen die am Vogelherd lebenden Menschen im Boot haben", blickte zweiter Bürgermeister Thomas Meiler auf den Sommer zurück. Bei dem ersten Treffen gab es noch keine Skizzen oder Pläne für den Ausbau. Im Vordergrund stand das Anliegen, mehr von dem zu erfahren, was den Menschen am Herzen liegt, was Sinn macht oder auch entbehrlich erscheint: "Wir wollen mit ihnen gemeinsam eine Aufwertung des Gebietes erreichen. Über finanzielle Details lässt sich heute noch nicht sprechen. Dazu ist es zu früh und dazu brauchen wir mehr Unterlagen."

Das Projekt gehört zum Städtebauförderungsprogramm. Der Mittelbedarf wurde bei der Regierung der Oberpfalz angemeldet. Städtebauplaner Armin Juretzka aus Weiden, Hannes Oberndorfer vom Eschenbacher Ingenieurbüro für Tiefbautechnik und Städtebaubetreuerin Sonja Kaatz stellten mit Worten und Zeichnungen die angestrebten Ziele vor. Mit dabei war die im Rathaus zuständige Sachbearbeiterin Manuela Riedl. Es gehe nicht um einen Luxusausbau sondern um eine deutliche Aufwertung des ausgedehnten Geländes mit den arg lädierten Straßen.

Die Wohnqualität darf nicht zu kurz kommen, unter der Prämisse stand die im Sitzungssaal zu verfolgende Präsentation. Sie führte Beläge, Grünflächen, Parkmöglichkeiten oder Treffpunkte für einen Plausch am Feierabend vor Augen. Eine Rolle spielten einige Besonderheiten, insbesondere die schmalen Anliegerwege ohne Wendemöglichkeit.

Zu tun gibt es genauso an den Wasser- und Kanalleitungen. Deutlich wurde an dem Abend, dass es nicht damit getan ist, Straßen zu teeren. Im Rahmen der Städtebauförderung können grundlegende gestalterische Aspekte nicht außen vor bleiben.

Ausgiebig Zeit hatten die Versammlungsteilnehmer für Diskussionsbeiträge. Zur Sprache kamen Pro und Contra bei Gehsteigen, die Problematik von Pflasterflächen, Möglichkeiten von Multifunktionsstreifen oder auch die Standorte von Bäumen.

Auch klimatischen Bedingungen spielten ein Rolle. In der Höhenlage könne es im Winter durchaus enorme Schneemengen geben. Wer sich die Skizzen in Ruhe anschauen möchte, kann das in der Eingangshalle des Rathauses tun.
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