Gipfelsturm im Theresienheim

Lokales
Flossenbürg
26.02.2015
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Sie steigen nicht nur auf die Bühne, sondern stellen viel mehr auf die Beine. Immer steht die Absicht dahinter, den Menschen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Wie gut das dem Theaterverein Theresienstadl gelang, führte die Jahreshauptversammlung vor Augen.

"Ned zum Aushoidn", lautet der Titel eines Lustspiels, mit dem die Hobbyschauspieler an 5 Terminen 600 Gäste begeisterten. In drei Akten drehte sich alles um eine Männerwirtschaft, in der sich Vater Norbert zusammen mit den Söhnen Klaus und Daniel rundum wohlfühlt. Dabei bleibt es allerdings nicht. Tante Erna will sich den Haushalt und vor allem die gar nicht existierende Ehefrau von Klaus näher ansehen. Der Theresienstadl sorgte mit dem abendfüllenden Stück für Turbulenzen auf der Bühne und für Lachanfälle beim Publikum. Die gute Laune kam auch in den Pausen nicht zu kurz. Um das leibliche Wohl beim Verschnaufen kümmerte sich der Katholische Frauenbund. Schon in wenigen Wochen soll es weitergehen. Mitte April steigen die Akteure erneut auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Diesmal geht es mit dem Stück "Gipfelsturm oder Aufstand auf der Schmuckeralm" noch ein Stück höher hinauf.

Mit einbezogen wird in die Bergwelt der Saal im Theresienheim. Er verwandelt sich fünf Mal in eine Almhütte, die nicht nur mit Stühlen, sondern diesmal auch mit Tischen ausstaffiert wird. Allerdings haben dann nicht ganz so viele Gäste Platz, aber die Atmosphäre ist es den Theaterleuten wert. Der Kartenvorverkauf läuft bereits bei Familie Sladky, Telefon 09603/8509. Der Vorsitzende Tobias Säckl lobte im Theresienheim nicht nur den Großen. 27 Kinder waren bei den Proben der Nachwuchsgruppe dabei und drängten sich Ende November auf der Bühne. Sie erzählten die Geschichte eines Krimiautors, der viel lieber heitere Geschichten schreiben würde: "Ein toller Erfolg. Die jungen Leute begeisterten ihr Publikum." Säckl spannte den Bogen weiter, vom Nikolausdienst über die Besuche bei anderen Theatergruppen bis hin zum Krippenspiel: "Mit der Herbergssuche beteiligten wir uns am Weihnachtssingen des Männergesangvereins. Das Geschehen am Rumpelbach wird noch lange im Gedächtnis bleiben."

Schatzmeister Stefan Erndt legte den Finanzbericht vor. Ein Teil des angesammelten Geldes stellten die Schauspieler dem Käferclub und den Weihnachtsengeln zur Verfügung. Mehr als 1300 Euro flossen in eine neue Lautsprecheranlage im Theresienheim. Die darf von allen Vereinen genutzt werden. Viel zu tun hatte während der vergangenen Monate das Flossenbürger Dorffernsehen (FDF). Dahinter steckt Josef Käs, der das Theaterstück filmte und das Werk den Akteuren zur Verfügung stellte.

Renovierung zurückgestellt

"Imponierend, was ihr alles bewegt und bewerkstelligt", fasste zweiter Bürgermeister Thomas Meiler seine Eindrücke in der Jahreshauptversammlung zusammen. "Dahinter steckt viel Arbeit, Zusammenhalt und euer Geschick, schon junge Leute für die Schauspielerei zu begeistern." Sorgen, das Theaterspiel könne heuer unter der anstehenden Renovierung des Theresienheims leiden, zerstreute Pfarrer Georg Gierl. Das Vorhaben wurde nach einem Termin mit Experten vorerst zurückgestellt: "Vor allem im Keller stehen umfangreiche Maßnahmen an. Und so etwas geht nicht von heute auf morgen."
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