Jugendliche packen an

Miteinander essen, auch das ist ein Punkt, den die 470 jungen Leute aus Bayern, Belgien, Israel und Bremen bei der Zusammenkunft in Flossenbürg schätzen. In lockerer Atmosphäre bietet sich im Verpflegungszelt Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
11.04.2015
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Bonhoeffers Zitat "Dinge, für die es sich lohnt" erschien den Verantwortlichen zuerst etwas zu kompliziert für die Jugendbegegnung. Die Zweifel sind verschwunden. Das Motto für die Zusammenkunft für 470 Jugendliche kam gut an.

Die erste Zwischenbilanz fiel positiv aus. Verantwortliche und Mitarbeiter der Evangelischen Jugend in Bayern berichteten von Eindrücken und Erfahrungen bei der noch bis Samstag laufenden Jugendbegegnung. Anlass für die Mammutveranstaltung mit 470 jungen Leuten ist der 70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer.

Vorsitzender Patrick Wolf, Christina Frey-Scholz, Lisa Kelting und Daniela Schremser setzten sich im Kommandanturgebäude in der KZ-Gedenkstätte zunächst mit dem Motto des Treffens auseinander. Bonhoeffers Zitat "Dinge, für die es sich lohnt" sei ursprünglich etwas sperrig erschienen: "Wir haben uns zusammen mit den Jugendlichen intensiv damit auseinandergesetzt. Die ursprünglichen Zweifel wurden rasch beseitigt. Die Überschrift kam gut an."

Wolf brachte den gewünschten Dreiklang ins Gespräch. Es gehe darum, die Vergangenheit zu beleuchten, sich Herausforderungen in der Gegenwart zu stellen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen: "Allerdings nicht nur am Beispiel Bonhoeffers. Wir haben zahlreiche interessante Themen aufgenommen, von Zeitzeugen-Gesprächen mit ehemaligen KZ-Häftlingen über Kochkurse bis hin zum NSU-Prozess oder der Auseinandersetzung mit der Pegida-Bewegung." Einen hohen Stellenwert räumt die Evangelische Jugend dem Gemeinschaftserlebnis ein. Sich gegenseitig kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen oder auch emotionale Momente zu erleben, das alles seien Aspekte mit positiver Langzeitwirkung. Unterschätzt werden sollte das nicht. Immerhin kommen die jungen Leute aus ganz Bayern. Mit dabei sind Gruppen aus Israel, Belgien und Bremen. Zu Ende geht das Treffen am Samstagmittag mit einem Gottesdienst im Zelt an der Silberhüttenstraße. Teilnehmen wird daran die Präsidentin der Landessynode, Dr. Annekathrin Preidel. Aus Sicht der KZ-Gedenkstätte zeigte sich Kathrin Helldorfer beeindruckt vom überwältigenden Interesse der Teilnehmer: "Bereits in zwei Wochen stehen weitere große und wichtige Termine an. Dann mit den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ."
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