Kandidaten mit hehren Zielen

Symbolbild: dpa
Lokales
Flossenbürg
23.10.2015
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Peter Gruber (SPD). Bild: hfz

Der Tag der Entscheidung naht: Weil der Rathauschef gesundheitsbedingt aus seinem Amt ausgeschieden ist, wählen die Flossenbürger am Sonntag, 8. November, einen neuen Bürgermeister. Zwei Kandidaten treten an.

Der zweite und der dritte Bürgermeister wetteifern darum, wer der erste wird: Thomas Meiler (CSU) tritt gegen Peter Gruber (SPD) an. Beide gehören seit sieben Jahren dem Gemeinderat an, beide wurden nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr zu Stellvertretern des Bürgermeisters gewählt.

Der, den die meisten Flossenbürger unter seinem Spitznamen "Murphy" kennen, will gar nicht lange auf seinen Lebenslauf eingehen: "Seit 55 Jahren lebe und arbeite ich ununterbrochen in Flossenbürg", schreibt SPD-Kandidat Peter Gruber (55), der seit 1987 die Gaststätte "Murphys Pilsstube" führt. "Beruflich bin ich schon immer in Flossenbürg aktiv. Dabei habe ich seit Jahrzehnten täglich persönlichen Kontakt mit Jung und Alt und weiß deshalb sehr gut, was unseren Bürgern am Herzen liegt."

"Ort der Generationen"

Gruber wurde 2008 in den Gemeinderat gewählt, seit 2014 ist er dritter Bürgermeister. "Im Mittelpunkt meines Handelns stehen Sie als Flossenbürger, egal welche Herkunft, sozialen Hintergrund oder politische Anschauung Sie auch haben", wendet er sich an die Wahlberechtigten. "Heimat braucht keine parteipolitischen Interessen, Heimat braucht Menschen, die gemeinsam die Zukunft gestalten. Wir müssen nach vorne schauen und unseren Ort über alle Grenzen hinweg positiv darstellen."

Begonnene Projekte will er zu einem erfolgreichen Ende führen. "Bei den anstehenden Projekten wie Vogelherd, Gaisweiher oder Plattenberg ist es wichtig, dass der Bürgermeister tagsüber jederzeit greifbar ist, um schnell, zielgerichtet und kompetent einwirken zu können. Sehr wichtig sind mir hierbei die Ideen aus der Bevölkerung." Die finanzielle Situation der Gemeinde dürfe dabei nicht aus dem Auge verloren werden. Bei der Umsetzung der Ortsentwicklung gelte es, auf keinen Fall die vielen Arbeitsplätze bei der Firma Schulte & Schmidt, das Gewerbe, das Handwerk, den Einzelhandel und die ansässigen Gasthäuser zu vergessen.

Als größte Aufgabe sieht Gruber, Flossenbürg zu einem "Ort der Generationen" zu entwickeln. "Was wäre jedoch ein Ort ohne Familien, ohne Kinder oder ohne den Zusammenhalt von Jung und Alt? Wir müssen mit allen Mitteln versuchen unseren Ort, vor allem für junge Familien, attraktiv zu gestalten. Nur so lassen sich unsere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen am Leben erhalten." Deswegen wolle er für günstiges Bauland sorgen sowie Wohnungen wieder mit Leben füllen. "Flossenbürg zu einem Ort der Generationen zu formen, in dem Alt für Jung gemeinsam füreinander einstehen, ist ein großer Wunsch und ein Ziel von mir."

Unternehmen reformiert

Für die CSU wirft der 46-jährige Polizeihauptkommissar Thomas Meiler seinen Hut in den Ring. Er ist in Flossenbürg geboren, verheiratet und hat drei Kinder. Seit 2008 gehört er dem Gemeinderat an, im vergangenen Jahr wurde er zum zweiten Bürgermeisters gewählt. Seit Anfang Dezember 2014 führt er die Amtsgeschäfte für den erkrankten Rathauschef. "Seitdem Zeitpunkt leite ich zudem das örtliche Kommunalunternehmen, welches sich bei meinem Amtsantritt in einer rechtlich und finanziell schwierigen Lage befand", erklärt er.

"In den letzten Monaten reformierte ich das Unternehmen und schuf rechtssichere und transparente Strukturen. In dieser kurzen Zeit als amtierender Bürgermeister konnte ich in Flossenbürg in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Bevölkerung vieles voranbringen, anstoßen und realisieren."

Als Beispiele nennt er die Einführung eines Seniorentaxis, die Straßenbeleuchtung zum Sportplatz, die Planung zur Neugestaltung des Campingplatzes Gaisweiher, die Modernisierung der Bücherei, die Anschaffung von Laptops für die Schule und den Ausbau des Wohngebietes Vogelherd. "Mir war es immer wichtig, die Bürger mit einzubinden und zu informieren, sei es in Form von Einzelgesprächen, Anliegerversammlungen oder Bürgerversammlungen."

Er wolle die Projekte, die er in den vergangenen Monaten begonnen habe, weiterführen und neue Vorhaben anstoßen. "In der letzten Zeit habe ich erfahren, dass in Flossenbürg ein großer Zusammenhalt herrscht und dass dadurch viel bewegt werden kann. Auch aus diesem Grund möchte ich mich zukünftig weiterhin für meinen Heimatort engagieren und mich für alle Mitbürger einsetzen." Meiler abschließend: "Es ist mir wichtig, zusammen mit und für die Bürger von Flossenbürg weiterhin eine lebenswerte und zukunftsfähige Heimat zu bewahren und zu schaffen."
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