KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erwartet mehr Besucher
Steigendes Interesse

Mächtige Glaselemente prägen das Untergeschoss des ehemaligen SS-Kasinos. Das künftige Seminargebäude der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg wird nach umfangreichen Umbauten im April eröffnet. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
26.01.2015
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Jedes Jahr besuchen rund 80 000 Menschen die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN). "Die Besucherzahlen seien in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben", sagte eine Sprecherin am Samstag. In Zukunft rechnen die Verantwortlichen der Gedenkstätte mit mehr Besuchern. In die KZ-Gedenkstätte Dachau kamen im vergangenen Jahr weit über 800 000 Menschen, 100 000 mehr als in den Jahren zuvor.

Seit 2010 gibt es in Flossenbürg die Dauerausstellung "Was bleibt - Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg", die sich damit befasst, welche Erinnerungen an die NS-Zeit nach 1945 erhalten geblieben sind. Das Konzept erhielt im vergangenen Jahr beim Europäischen Museumspreis eine Ehrenauszeichnung. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Hauses und seines Außengeländes abgeschlossen werden. "Um die Dimension und Struktur des KZ deutlich zu machen, wurden die Baracken, der Lagerzaun und der SS-Bereich nachgezeichnet", sagte die Sprecherin. Ende April soll auch das neue Seminarzentrum im umgebauten SS-Kasino eröffnet werden. Die gesamten Umbauarbeiten kosteten rund zehn Millionen Euro. Zum 70. Todestag Dietrich Bonhoeffers, der am 9. April 1945 in Flossenbürg ermordet wurde, und anlässlich der Lagerbefreiung am 23. April 1945 finden im April zwei Gedenkveranstaltungen statt.

Zwischen 1938 und 1945 waren mehr als 100 000 Häftlinge in dem KZ und seinen Außenlagern interniert, 30 000 von ihnen starben.
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