Metallgießerei Schulte & Schmidt richtet Gussbereich neu aus - Weniger Personal
Zurück in die Zukunft

Roman Schell, Martin Högen, Joachim Reuß und Thomas Graf (von links) in der vor wenigen Jahren gebauten Druckgusshalle. Moderne Technik bestimmt dort das Bild. 75 Kollegen dürfen sie nicht weiter bedienen. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
14.10.2015
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"Leicht fiel es nicht, ohne Eingriffe wäre aber nach drei Jahren mit negativen Ergebnissen der Bestand des Unternehmens gefährdet." Mit dieser Kernaussage beendete am Montag die Firmenleitung der Leichtmetallgießerei Schulte & Schmidt Gerüchte zur Zukunft des Betriebs.

Nach der Personalversammlung nahm kaufmännischer Leiter Joachim Reuß öffentlich zu Veränderungen Stellung. Sie betreffen die Gießerei in Flossenbürg, aber auch andere Abteilungen und das Werk in Vohenstrauß. Aktuell sind an beiden Orten 450 Menschen beschäftigt. Bedingt durch Neuorganisationen werden 75 befristete Arbeitsverträge und Leiharbeitsverhältnisse aufgelöst.

2012 veränderte sich die Landschaft für das weltweit agierende Unternehmen mit Zentrale in Nürnberg. Auftragsspitzen sind seit 2013 längst abgebaut. Reuß verwies auf die seitdem anfallenden Verluste: "Das geht nicht länger. Wir müssen auf den Normalstand zurückkommen."

Neu geregelt wird Gussbereich. Kleine Werkstücke übernimmt komplett Nürnberg. Der Großguss entfällt auf Flossenbürg. Dafür wird auch eine weitere Maschine angeschafft: "Allerdings entfällt ein Teil der bisher verwendeten Ausstattung. Das sind 7 von 14 Maschinen. Es macht keinen Sinn wenn sich zwei Standorte überschneiden. Vorhandene Überkapazitäten sind zudem nicht länger tragbar. Vermeiden lässt sich darüber hinaus ein beträchtlicher technischer Modernisierungsaufwand." Flossenbürg bekommt ein Bemusterungszentrum. Hinzu kommen organisatorische Veränderungen und einfacher zu handhabende Betriebsabläufe: "Insgesamt gesehen wollen wir das Standortprofil für Flossenbürg und Vohenstrauß schärfen." Die Frage, ob es nach dem aktuell anstehenden Einschnitt einen zweiten Schritt geben werde, verneinten Reuß und der Flossenbürger Betriebsleiter Thomas Graf. Die Zukunft könne zwar niemand vorhersagen.
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