Millionen für zwei Ortsteile

Lokales
Flossenbürg
26.10.2015
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Schwerpunkte des Städtebauförderungsprogramms bleiben der Vogelherd und der Plattenberg. Der Gemeinderat verabschiedete am Freitag die bei der Regierung der Oberpfalz vorzulegende Bedarfsanmeldung für die kommenden Jahre. Die förderfähigen Kosten für beide Maßnahmen summieren sich bis 2019 auf 1,7 Millionen Euro.

Speziell der Ausbau der an die KZ-Gedenkstätte anschließenden Siedlung am Vogelherd rückte aus einem weiteren Grund in den Blickpunkt. Die Vergabe der Arbeiten stand an. Der Auftrag ging mit knapp zwei Millionen Euro an das Waldmünchner Bauunternehmen Wagner. Darin enthalten sind 875 000 Euro, die auf Wasserleitungen und Kanäle entfallen und die über das Kommunalunternehmen finanziert werden. Der Beschluss stand unter dem Vorbehalt, dass die Fördermittel auch tatsächlich bewilligt werden.

"Ein paar Tage wird das gezwungenermaßen noch dauern", erklärte zweiter Bürgermeister Thomas Meiler. Abzuwarten bleibe zunächst das Ergebnis einer weiteren Ausschreibung. Sie beinhaltet das Granitpflaster, um das sich die Firma nicht kümmern muss. Die Gemeinde wickelt den Ankauf selbst ab. Falls die Witterung mitspielt, sollen am Ortsplatz und am Kiosk noch heuer neue Buswartehäuschen stehen. Für 31 000 Euro kümmert sich die Altenhammerer Zimmerei Plödt um die kleinen Gebäude aus Lärchenholz.

Fraktionen einig

An Zuschüssen fließen voraussichtlich 10 000 Euro. Weitere Kosten fallen für Fundament- und Pflasterarbeiten an. Die Vergabe dafür wurde zurückgestellt, um die Gründung kümmern sich zunächst die Beschäftigten des Bauhofs. "Grundsätzlich ja", lautete der Tenor zu dem von Meiler zur Diskussion gestellten kommunalen Förderprogramm für private Maßnahmen. Sprecher aller drei Fraktionen sprachen sich für so eine Lösung aus. Sie waren sich der Brisanz des Themas bewusst. Da werde es noch einige Detailfragen zu klären geben. Ein neues Gesicht wird der Bereich vor dem Rathaus bekommen. Einzelheiten stehen zwar noch nicht fest, Büsche und Hecken sollen aber verschwinden. Gewünscht wird eine Platzwirkung, die auch deutlich zu erkennen ist und den Bereich in der Ortsmitte aufwertet.

Schwierige Parksituation

Völlig verändern soll sich, zumindest was den Verkehrsfluss betrifft, die Parksituation für Besucher der KZ-Gedenkstätte. Das Staatliche Bauamt informierte die Kommune über geplante Änderungen. Die beiden Parkplätze sollen künftig nicht mehr über die Birken- und die Silberhüttenstraße zu erreichen sein, sondern unmittelbar von der Hauptstraße aus. Angepasst wurde die Hinweis-Beschilderung. Nach Meinung von Meiler gehe es auch mit einem nicht so großen System: "Weniger und kleinere Tafeln reichen aus." Das Parken im Umfeld der KZ-Gedenkstätte lag bei den "Bürgeranliegen" im Übrigen auch einem Anwohner am Herzen: "Da kommt es durch unpassend abgestellte Fahrzeuge immer wieder zu Behinderungen." Sorgen bereitete einem anderen Besucher Wasser auf der Straße. Konkret ging es um die Einmündung des Kleebergs am Sägeweiher in die Hauptstraße in Altenhammer. Etwas weiter unten ist es ebenfalls nass: "Bei Frost kann das für die Autofahrer gefährlich werden."
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