Miteinander etwas erreichen

Lokales
Flossenbürg
06.11.2015
6
0

"Bürgernah Zukunft gestalten" will Thomas Meiler, der am Sonntag als Bürgermeisterkandidat der CSU antritt. Er verwies auf das, was er in einem Jahr als amtierender Rathauschef erreicht hat und auf Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft.

70 Minuten sprach Meiler vor 80 Zuhörern im vollen Theresienheim. Als hauptberuflicher Polizeibeamter könne er bis zu einem Drittel seiner wöchentlichen Arbeitszeit für das Amt beanspruchen. Er wertete es als Vorteil, dass die Bürger seine Arbeit seit einem Jahr an der Gemeindespitze kennen. "Ich werde auch in Zukunft auf die Stärken aller Flossenbürger zurückgreifen." Gute Voraussetzungen schaffe man nur, wenn man Problemfelder erkenne und Prioritäten setze.

Meiler möchte effiziente Strukturen und Abläufe schaffen und dabei mit den Vereinen, der Feuerwehr, Bergwacht und den Gewerbetreibenden intensiv zusammenarbeiten. Als Beispiel nannte er die Pflegeaktion auf der Burg. Für die wichtigen Kontakte nach oben sei er als amtierender Bürgermeister aktiv unterwegs gewesen. "Ich war bei Finanzminister Markus Söder zwecks Stabilisierungshilfe." 200 000 Euro habe der zugesagt. "Das ist das Doppelte des vergangenen Jahres."

Kontakt nach oben

Mit Umweltministerin Ulrike Scharf habe er wegen einer Förderung für das Kanalnetz gesprochen. Im Gespräch mit der Regierung ging es um ein Bauprogramm für die gemeindeeigenen Wohnungen und um eine Förderung für den Gaisweiher. Eine der schwierigsten Aufgaben sei es gewesen, das Kommunalunternehmen wieder in den Griff zu bekommen. "Hier müssen wir noch vier Jahre überstehen, um dann beim Wasserpreis auf ein normales Niveau gehen zu können." Die Gemeinde habe eine Million und das Kommunalunternehmen 2,4 Millionen Euro Schulden, stellte der Kandidat klar. "Beides gehört zusammen, und so sind es 3 467 852 Euro, was pro Kopf 1930 Euro bedeutet." Beim Gaisweiher müssten alle Bereiche, vom Campingplatz bis zum Gebäude, saniert werden. "Das wird an die zwei Millionen Euro kosten. Förderung ist beantragt. Ich will mit einem Eigenanteil von 500 000 Euro auskommen."

Sanierung möglich

In einem Gutachten von 2012 würden die Kosten für einen Komplettabriss auf fünf Millionen Euro beziffert. Verkaufsabsichten seien gescheitert. "Wir sind soweit. Wir können sanieren und den Campingplatz wirtschaftlich betreiben." Langfristig denke er an eine Verpachtung.

Bei den gemeindeeigenen Wohnungen habe man trotz des schlechten Zustandes eine Auslastung von 100 Prozent. "Wir müssen über staatliche Programme und eventuell neue Wege gehen wie etwa eine GmbH oder Wohnungsbaugesellschaft." Eine Gemeinde brauche normal keine Wohnungen. Darum gebe es auch die Möglichkeit des Verkaufs.

Im vergangenen Jahr habe man gesehen, dass man gemeinsam mit den Bürgern etwas erreichen könne, schloss Meiler. "Das will ich mit ihnen weiterführen, wenn sie mich am Sonntag wählen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.