Nicht nur mit Kamera bewaffnet

Lokales
Flossenbürg
14.04.2015
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Ein Erholungsurlaub war es nicht. Franz und Gertraud Kramlinger erlebten vier außergewöhnliche Wochen in Äthiopien.

Eindrücke aus dem Norden des ostafrikanischen Binnenstaates gab es bereits im November. Am Donnerstag wurde die spannende Tour auf der Leinwand in Richtung Süden fortgesetzt.

Ganz ungefährlich war es nicht, eine Rundreise durch Regionen zu absolvieren, in denen es immer wieder zu Konflikten mit den Nachbarländern kommt. Franz Kramlinger erläuterte beim Fotoklub die Hintergründe: "Eine Rolle spielt der Viehdiebstahl. Deswegen laufen fast alle Männer mit Gewehren herum. Und unsere 16-köpfige Gruppe durfte nur mit bewaffneter Begleitung unterwegs sein." Dennoch überraschte ihn die Gastfreundschaft. Deutlich zu sehen war das bei den im Spätherbst 2013 mit der Kamera eingefangenen Impressionen vom Alltag der Menschen. Die begegneten den Gästen mit Neugier, mit lachenden Gesichtern und mit Herzlichkeit. Dabei gab es ständig neue und wechselnde Eindrücke. Im Süden Äthiopiens leben zahlreiche ethnische Gruppen. Sie unterscheiden sich in ihren Gebräuchen ebenso wie in der Kleidung, den Wohnverhältnissen oder auch den extravagant anmutenden Frisuren.

Die Bilder zeigten aber deutlich die überall anzutreffende Armut: "Selbst das Trinkwasser muss häufig über weite Entfernungen geholt werden." Faszinierende Erlebnisse bescherten die Wanderungen. Die führten durch Savannenlandschaften und bis auf mehr als 3000 Meter Höhe.

Die Welt der Berge hatte beim Fotoklub zuvor schon eine Rolle gespielt. Andrea Hirmer zeigte eine Serie unter der Vorgabe "Hoch droben auf der Alm". Auch für diesen außergewöhnlichen Vortrag gab es in "Murphys Pilsstube" Beifall.
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