Ohne Angst, aber mit Vertrauen

Lokales
Flossenbürg
30.11.2015
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Nach der Bürgermeisterwahl am 8. November stand am Freitag in der Grenzgemeinde erneut ein Urnengang an. Abstimmen durften diesmal nur die Mitglieder des Gemeinderates. Es ging um die Position des zweiten Bürgermeisters.

Von der SPD-Fraktion schlug Roman Schell den amtierenden dritten Bürgermeister Peter Gruber vor. Er engagiere sich seit mehr als 30 Jahren im Ort, und das auf einer breiten Vertrauensbasis. "Das zeigte sich am Ergebnis der Gemeinderatswahl 2014. Beim Entscheid um das Bürgermeisteramt fehlten nur wenige Stimmen."

Geheime Abstimmung

Alexander Sailer (Freie Wählergemeinschaft) kündigte an, dass er für das Amt ebenfalls zur Verfügung stehe. Ihm gehe bei dieser Arbeit um parteipolitische Unabhängigkeit, um das Wohl des Ortes und der Bürger. "Wir bringen keinen Vorschlag ein", erklärte Peter Schmidt für die CSU. Vor der Wahl ergriff Bürgermeister Thomas Meiler (CSU) das Wort. Er wollte sich in die Entscheidung nicht einmischen: "Ich habe nur den Wunsch, dass jede Fraktion bei der Position des Bürgermeisters beziehungsweise der weiteren Bürgermeister vertreten ist." Wer für wen stimmte blieb geheim. Auf Gruber entfielen jedenfalls vier Stimmen. Das entsprach der Zahl der anwesenden SPD-Fraktionsmitglieder. Zwei konnten an dem Abend nicht anwesend sein. Auf sieben Stimmzetteln war der Name von Sailer angekreuzt. Er nahm die Wahl zum zweiten Bürgermeister offiziell an. Gruber bleibt dritter Bürgermeister.

Rudolf Hauke blieb es vorbehalten, vor den 50 Zuhörern einen weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt abzuwickeln. Als ältestes Mitglied des Gremiums oblag es ihm, Meiler zu vereidigen: "Für mich ist das eine Freude und Ehre. Er hat Schaffenskraft, Bürgernähe, Offenheit und Effizienz bereits während des zurückliegenden Jahres unter Beweis gestellt."

Keine leichte Aufgabe

In seiner Stellungnahme hatte Meiler die weitere Arbeit im Blick: "Die wird nicht einfach sein. Ich habe keine Angst davor, bitte aber um Vertrauen. Noch dazu kann es nicht nur Entscheidungen geben, die allen Bürgern gefallen." Unmittelbar anschließend stand eine weitere Vereidigung an. Mit der Wahl von Meiler wurde ein Platz in der CSU-Fraktion frei. Den nimmt seit Freitag als Nachrückerin Christina Rosner ein. Mit ihr finden sich nun drei Frauen im Gremium.
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