Pater Adalbert von St. Felix bringt dem Katholischen Frauenbund Teresa von Avila näher
Kompromisslose Reformerin

Maria Völkl und Pater Adalbert vom Kloster St. Felix gestalteten einen kurzweiligen Abend zu Teresa von Avila. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
26.10.2015
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Es war einer jener Abende, die im Gedächtnis bleiben. Der Katholische Frauenbund setzte sich am Mittwoch zusammen mit Pater Adalbert vom Kloster St. Felix mit der heiligen Teresa von Avila auseinander.

Bei dem mit 25 Teilnehmern gut besuchten Treffen im Theresienheim spielte die Vergangenheit ebenso eine Rolle, wie die Gegenwart. Vorsitzende Maria Völkl erläuterte Hintergründe zu den Kontakten nach St. Felix: "Anlässlich des 500. Geburtstags der Heiligen gibt es seit einem Jahr einen eigenen Kreis, der sich mit Teresa befasst." Es lohne sich, sich auf Teresa einzulassen. Das gelte für Impulse zugunsten des Glaubens oder auch für ein Mehr an innerer Ruhe. "Auffallend ist ihr bedingungsloses Vertrauen zu Gott, das sich in Gebeten und Schriften widerspiegelt. Erhaltene Texte zeugen aber auch von vorbildlicher Nächstenliebe", betonte Pater Adalbert.

Die 1515 in Kastilien geborene und 1582 verstorbene Teresa sorgte zu ihrer Zeit für gehöriges Aufsehen. In einer von Männern dominierten Welt wollte sie sich nicht mit der Rolle der rechtlosen Frau abfinden. Damit eckte sie schnell an. Teresa scheute Konflikte nicht. Im Laufe ihres Lebens gründete sie unter anderem rund 20 Klöster. Am Herzen lag ihr vor allem die Suche nach der innigen Verbindung zu Gott. Die fand sie im Gebet.

Extrem abgeschieden

Das reichte hin bis zu Visionen und löste einen regelrechten Reformwillen aus, weg von der Oberflächlichkeit. Bilder und Texte zur Vita der als Kirchenlehrerin und Mystikerin verehrten Frau sorgten für weitere Impressionen, aber auch für die Verbindung zur Gegenwart. Maria Völkl und Anita Erndt steuerten zu dem Treffen ein fiktives Interview bei. Gemeinsame Gebete und angestimmte Lieder ergänzten den Ablauf des Abends.

Nur schwer nachvollziehen konnten die Teilnehmer den Einblick in das klösterliche Leben eines Ordenshauses: "Die Weltabgeschiedenheit ist extrem." Pater Adalbert forderte auf, das nicht pauschal zu sehen: "Für diese Schwestern steht das Gebet absolut im Vordergrund. Es gibt genügend andere Beispiele für ein Wirken, das unmittelbar den Mitmenschen zugute kommt."
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