Personal für Flüchtlinge fehlt

Lokales
Flossenbürg
15.10.2015
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Jugendamtsleiter Klaus Egelseer referierte bei der CSU-Kreistagfraktion über unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge (UMFs). "Waren es vor fünf Jahren noch 277 pro Jahr, so wurden in Bayern in diesem Jahr bis Ende September bereits 13 500 registriert."

Der Landkreis betreue 112 fast ausschließlich junge Männer. Manche bleiben nur einige Tage, manche einige Jahre. Bei den Trägern der Unterbringungsstätten werde das Personal knapp. Die laufenden Kosten bezifferte Egelseer auf eine Million Euro, die jedoch von Kostenträgern aus anderen Bundesländern erstattet würden. Hier erhofft sich der Jugendamtsleiter eine erhebliche Verbesserung durch eine derzeit laufende Anpassung der Gesetze die die Zuständigkeit der Kostenübernahme an den Freistaat Bayern übertragen würde.

Derzeit sind rund 50 Prozent aller jungen Flüchtlinge in Bayern untergebracht. "Hier ist dringend eine gerechte Verteilung auf alle Bundesländer nach dem Königsteiner Schlüssel vorzunehmen", forderte Fraktionschef Stephan Oetzinger. Ausdrücklich lobten die CSU-Räte die Arbeit des Jugendamtes.
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