Prüfung der Jahresabschlüssen 2004 bis 2010 bringen vernichtendes Ergebnis - Seit 2009 nur noch ...
Kommunalservice mit großer Mängelliste

Lokales
Flossenbürg
18.03.2015
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Steuerexperte Jürgen Keller erklärte in der Bürgerversammlung, dass er für den Kommunalservice Flossenbürg (KSF) die Bilanzen für 2011 bis 2013 erstellt habe. Vom Gründungsjahr 2004 bis 2010 machte dies der KSF selbst. Unabhängig davon erklärte er auch die Bilanzergebnisse dieser Jahre. Betrug das Eigenkapital des KSF 2004 noch 206 000 Euro, sank es kontinuierlich und lag 2008 bei 19 000 Euro.

Immer höhere Fehlbeträge

"Ab 2009 stand vor dem Eigenkapital nur noch das Minuszeichen." 159 000 Euro im Jahr 2009 und zuletzt 461 000 Euro im Jahr 2013 betrug der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag des KSF als Bilanzverschuldung. Ausdrücklich wies Keller darauf hin, dass Gewinne aus Photovoltaikanlagen und Wasserverkauf nicht mit Verlusten im Abwasserbereich verrechnet werden könnten.

Björn Langenbach von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner erklärte, dass der Insolvenz der KSF die Gewährträgerhaftung der Gemeinde entgegengestanden habe. Die Prüfungsfeststellungen des Büros zu den Jahresabschlüssen 2004 bis 2010 waren vernichtend. Dabei nannte er mangelhafte Dokumentation von Geschäftsvorfällen, Fehler in den Nebenbüchern, Mängel in der Anwendung von handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften.

Fehlende Wirtschaftspläne

Der Experte verwies auf "Schwächen im internen Kontrollsystem", unter anderem fehlende Wirtschaftspläne, fehlende Überprüfung der Gebührenkalkulation oder fehlende Funktionstrennung bei Geschäftsabläufen. Zudem hätten Protokolle der Verwaltungsratssitzungen gefehlt.
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