Seit vier Jahrzehnten engagiert

Elfriede Stich (Vierte von links) ist seit Jahrzehnten der Motor der Arbeiterwohlfahrt. In der Jahreshauptversammlung zeichnete sie Mitglieder aus, hatte aber auch selbst viel Anerkennung verdient. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
01.10.2014
2
0

Elfriede Stich ehrte in der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder. Doch die Vorsitzende selbst ist seit vier Jahrzehnten ein vorbildliches Beispiel in der Arbeiterwohlfahrt.

Sie rückte langjährige Mitglieder in den Blickpunkt, Elfriede Stich selbst hatte sich aber auch Respekt und Lob verdient. Seit mehr als vier Jahrzehnten tritt sie vehement für die Belange der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein. Welch diffizile Aufgabe das ist wurde am Sonntag in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Trotz des Handicaps einer Operation schaffte es die Vorsitzende während der zurückliegenden Monate, die AWO-Ziele nicht zu kurz kommen zu lassen: "Leicht ist das wegen des Eingriffs oft nicht gefallen, ich konnte aber auf das Team im Vorstand zählen. Dafür bin ich dankbar. Noch dazu waren Autofahrten für längere Zeit tabu." Nicht nehmen ließ es sich Stich, sich persönlich um eine Aktion zu kümmern, die seit drei Jahrzehnten zu den Highlights im Ferienprogramm zählt.

Bange vor dem Wetter

Ungezählte Telefonate, organisatorische Fragen und auch die Furcht, dass das Wetter nicht passt, nahmen sie über Wochen in Beschlag: "Wir konnten aber auch heuer wieder den Churpfalzpark in Loifling besuchen. Die Freude der Kinder und genauso der Erwachsenen ließen den Aufwand vergessen." Kosten für Fahrt und Eintritt übernahm die AWO. Ein hoher Stellenwert gilt einer Unterstützung, die ebenfalls schon lange zurückreicht. Vor Weihnachten freuen sich Familien die Unterstützung brauchen können über Hilfen aus der Gemeinschaft.

Wie wichtig das Engagement im Seniorenclub ist, darüber musste Stich nicht viele Worte verlieren. Es war an dem Nachmittag in "Murphys Pilsstube" deutlich zu sehen. Viele ältere Mitglieder wollten bei der Jahreshauptversammlung nicht nur informiert werden, sondern genossen das Beisammensein zum geselligen Plausch, und das trotz Sonnenschein und angenehmer Temperaturen. Keine Einwände gab es gegen das Jahresprotokoll von Gabi Römisch und gegen die von Eduard Malzer erstellte Kassenübersicht.

Hilfe für Flüchtlinge

Erinnerungen wurden am Sonntag auch wach, verbunden mit Bezügen zur Gegenwart. Stich forderte Mitmenschlichkeit ein, ganz konkret für Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen und auf Hilfe hoffen. Die Arbeiterwohlfahrt trete für die Menschen im eigenen Land ebenso ein, wie für Leute, die aus purer Not und Angst aus einem fremden Land kommen: "So lange ist das noch gar nicht her, dass deutsche Flüchtlinge und Vertriebene froh darüber waren, aufgenommen zu werden. Und damals war die wirtschaftliche Situation wesentlich schlechter."

An den Aspekt vom mitmenschlichen Denken knüpfte auch Bürgermeister Johann Kick an. Es gehe nicht zuletzt darum Solidarität tatsächlich zu leben. Das gelte in großen Zusammenhängen genauso, wie für die Kontakte untereinander: "Oft würde schon etwas Zeit oder die Bereitschaft zum Zuhören wesentlich helfen. Elfriede Stich gibt ein Beispiel dafür, wie sich das in der Praxis umsetzen lässt. Sie zeigt uns darüber hinaus, dass sich auf das Ehrenamt nicht verzichten lässt."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.