"Sieht aus wie der Nikolaus"

Von Lampenfieber keine Spur: Die Buben und Mädchen des Franziskus-Kindergartens empfingen Bischof Rudolf Voderholzer am Sonntag mit einem Lied. Auch den Eltern gefiel der Auftritt. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
29.09.2015
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Bischof Rudolf Voderholzer besuchte am Sonntag Flossenbürg zum 100. Geburtstag der Pankratiuskirche. Auf seinen Stationen durch die Grenzgemeinde suchte der Kirchenmann das Gespräch mit den Gläubigen.

Erste Station war der Franziskus-Kindergarten. Dort erwarteten ihn die Buben und Mädchen sowie Leiterin Christine Schwepesch und ihre Kolleginnen den Gast schon sehnsüchtig.

Überraschung

Sie überraschten Voderholzer mit einem Lied, einem Geschenk und einem kessen Spruch: "Der Bischof sieht aus wie der Nikolaus", stellte ein Kind staunend fest. Voderholzer lachte herzlich und zeichnete jedem Buben und Mädchen das Kreuz auf die Stirn. Beim Zug hinauf zum Gotteshaus gab die "Blaskapell'n Flossenbürg" mit Franz Völkl an der Spitze den Ton an. In der Kirche setzten die Grundschüler das musikalische Programm fort.

Vor dem Altar stimmten sie die Forderung "Glaubhaft leben, lebhaft glauben" an. Es waren passende Verse zur Predigt des Bischofs, der kein Nein zur Aufnahme der Flüchtlinge akzeptieren will: "Eng damit verbunden ist die Frage nach der eigenen christlich geprägten Identität und nach den Werten des christlichen Abendlandes." Als Basis nannte Voderholzer lebendige Gemeinden. "Mit dem Bau der Pankratiuskirche vor 100 Jahren haben die damals lebenden Menschen eine solche Lebendigkeit und auch Opferbereitschaft unter Beweis gestellt."

Stolz dürfe die katholische Pfarrei genauso in der Gegenwart sein. Das gelte für die Vereine und Verbände wie für das Fest zum Jubiläum der Kirche: "Tragt dafür Sorge und unterstützt euren Pfarrer, damit es so bleibt." Und sehen lassen konnte sich das 100-jährige Gotteshaus am Sonntag durchaus. Nicht nur der Bischof, auch Pfarrer Georg Gierl staunte: "In einem solch prächtigen Schmuck habe ich unsere Kirche noch nicht erlebt." Hannelore Schedl, Annelies Völkl und Doris Zahn schufen mit Fahnen und Blumen einen Traum in den Kirchenfarben gelb und weiß. Ein Kompliment richtete sich zudem hinauf zur Empore. Dort stellte der Kirchenchor um Alois Schmidt, verstärkt von einem Streicher-Quartett und von Barbara Birkner an der Orgel, seine Qualitäten unter Beweis.

Imbiss im Pfarrhof

Eine Fortsetzung der Geburtstagsparty gab es mit Getränken und Snacks im Pfarrhof. Ausgiebig nutzten die Gläubigen die Gelegenheit, einen Bischof zum Anfassen zu erleben. Der genoss die Unterhaltung sichtlich und sagte selbst beim Wunsch nach dem ein oder anderen Selfie nicht nein.

Die Anmerkung "Jetzt knurrt der Magen tatsächlich" blieb nicht ungehört. Pfarrer Gierl, Kirchenpfleger Josef Völkl, Kirchenverwaltung und Pfarrforum luden zum Mittagessen in das "Kleine Wirtshaus" ein.
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