So viel Fisch kann keiner essen

Lokales
Flossenbürg
30.01.2015
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Munter wie ein Fisch im Wasser ist der Sportanglerbund Altenhammer 41 Jahre nach der Gründung.

Mehr als ein Viertel der 200 Mitglieder zählenden Gemeinschaft ließen sich in der Jahreshauptversammlung über das Geschehen der vergangenen Monate, aktuelle Neuigkeiten und anstehende Neuerungen informieren.

Vorsitzender Günter Kick rief in der "Flosser Stub'n" im Nachbarort Floß wichtige Stationen des Jahres 2014 ins Gedächtnis. Er spannte den Bogen von einer Reihe gemeinsamer Angelaktionen über Arbeitseinsätze oder die Monatsversammlungen bis hin zur Meisterschaftsfeier: "Viele steuerten zum Leben im Verein bei. Es war ein Jahr ohne große Besonderheiten, über Langeweile konnte aber niemand klagen." Den Petrijüngern stehen mit dem Mühlweiher, einem Teilstück der Waldnaab, dem Polierweiher, der Lehmgrube und dem Spenglerweiher rund 16 Hektar Wasserfläche für ihr Hobby zur Verfügung.

Großer Besatz

Gewässerwart Thomas Säckl bilanzierte Besatzmaßnahmen in einer Größenordnung von 5500 Euro. Wird das Umsetzen von Fischen einbezogen, errechnen sich sogar stattliche 8000 Euro. Den Bericht des verhinderten Jugendwartes Matthias Varga stellte zweiter Vorsitzender Reinhold Kreuzer vor. 15 junge Leute, darunter zwei Mädchen, sind bei den Zusammenkünften, Unterrichten und Fischen dabei.

Kreuzer informierte im Weiteren über die Arbeit der Fischereiaufseher: "Besondere Vorfälle gab es nicht. Mein Appell gilt allen Anglern, die Sauberkeit an den Gewässern auch weiterhin ernst zu nehmen." Und dass verbotenerweise mit Hundefutter geködert wird, auch das ist kein Thema mehr. Über die Kassengeschäfte berichtete Roland Gmeiner. Problemlos über die Bühne gingen Änderungen an der Vereinssatzung. Nötig waren die, um das Regelwerk an die tatsächlichen Verhältnisse anzupassen und um den Status "gemeinnützig" nicht aufs Spiel zu setzen.

Um Regularien ging es bei der Vorgabe, gefangene Fische künftig sofort und nicht erst nachträglich in die Fanglisten einzutragen. Damit will der Sportanglerbund rechnerische Differenzen zwischen der Entnahme und dem verbleibenden Besatz minimieren. Dem nicht genug. Der Vorsitzende brachte das Thema "Zu wenig Fische in den Weihern" zur Sprache: "Das kommt immer wieder auf den Tisch, ist etwas nervig und lässt wichtige Fakten außer acht." Kick stellte Statistiken der zurückliegenden Jahre vor. Sie führten vor Augen, dass ein Großteil der Fänge auf einige wenige Angler entfällt: "Manche wollen immer noch mehr. So viel Fisch kann wohl kaum jemand essen."

Nicht gepunktet

Nicht in Einklang mit den Vereinszielen stehe es, damit eigene Gewässer zu besetzen oder gar kommerziellen Handel zu treiben. Gegensteuern könne ein Punktesystem: "Angler, die nur gelegentlich an die Gewässer kommen, haben bessere Chancen, langfristig nimmt die Größe der Fische zu und allgemein kehrt mehr Zufriedenheit ein." Gegner solcher Vorgaben kritisierten bei der Diskussionsrunde vor allem das System selbst. Es sei zu kompliziert. Die folgenden Abstimmung bedeutete das Aus für die Punkte: Es bleibt, so wie es ist.
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