SPD im Gespräch mit den Helfern vor Ort und mit der Bergwacht - Stolze Bilanz
Ein Jahr mit 320 Einsätzen

Helfer vor Ort müssen nicht nur gut ausgebildet sein. Vorgestellt wurden neben dem Lehrgangsprogramm ein Einsatzfahrzeug und die Notfallausrüstung. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
31.03.2015
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Ohne Helfer vor Ort (HvO) wäre die Grenzgemeinde ein gutes Stück ärmer. SPD-Ortsverein und Gemeinderatsfraktion informierten sich vor Kurzem über eine erstaunliche und imponierende Entwicklung. Inzwischen gehören dem HvO-Team 15 gut ausgebildete Retter an.

In "Murphys Pilsstube" erinnerte Roman Schell an die Anfänge: "Als die Bergwacht den Anstoß für den Aufbau der Helfergruppe gab, war das Interesse groß. Niemand konnte sich vorstellen, was sich daraus entwickelt und wie wichtig eine solche Einrichtung ist." Mit viel Engagement und Aufwand habe die Bergwacht dafür gesorgt, den Eifer nicht erlöschen zu lassen. Wie positiv sich das auswirkt, zeige der Alltag: "Nach rund einem Jahr wissen die Flossenbürger längst zu schätzen was sie an ihren HvOs haben."

In Notfällen schon nach wenigen Minuten einen Experten vor Ort zu haben, dem komme aufgrund der Entfernung zu den Rettungsstützpunkten ein hoher Stellenwert bei. Beeindruckt zeigte sich Schell vom Willen, die intensive Aus- und Fortbildung oder auch die Einsatzbereitschaft auf sich zu nehmen: "Hier geht es um Freizeitopfer in einer Dimension, die sich ein Außenstehender kaum vorstellen kann."

Von Hintergründen und Details berichteten die HvOs, sowie Sebastian Vogel und Gregor Vizethum von der Bergwacht Weiden: "Eine der wichtigen Grundlagen des Erfolgs war die Bereitschaft der Gemeinde uns im Rathaus einen Raum für die Bergrettungswache zur Verfügung zu stellen." Und dann gab es den Glücksfall, in Flossenbürg so viele motivierte Leute zu finden. Inzwischen ließ sich sogar ein zweiter Ausbildungslehrgang abschließen. Aktuell stehen 15 Helfer zur Verfügung. Sie absolvierten inzwischen 320 Einsätze.

"Ganz uneigennützig war unser eigener Aufwand nicht", bekannten Vogel und Vizethum: "Niemand ist dazu verpflichtet, es freut uns aber, wenn fast alle bei der weiterführenden Bergwachtausbildung mitmachen und unsere Gemeinschaft verstärken." Wissen und Einsatzbereitschaft alleine genügt nicht. Ohne solide Ausrüstung wäre der Dienst nicht leistbar. Wie die aussieht, zeigte sich, als Fahrzeug und Inhalt unter die Lupe genommen wurden.

Zwei offene Wünsche haben die HvOs und die Bergwacht schon noch. So geht es um eine passende Unterstellgelegenheit für den Jeep. 1000 Euro kostet ein Defibrillator, der bei Herzrhythmusstörungen Leben retten kann: "Eine Spende würde uns und den betroffenen Menschen helfen." Ein ganz anderes Thema kam an dem Vormittag im wahrsten Sinne des Wortes ebenfalls auf den Tisch. Dritter Bürgermeister Peter Gruber, Inhaber von "Murphys Pilsstube", servierte Weißwürste und Brezen.
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