Statt Zuschauerreihen gemütliches Brotzeitstüberl - Theatertruppe bereut mutige Entscheidung ...
Experiment gelingt

In der Küche des Theresienheims entfiel die Hauptrolle auf den Katholischen Frauenbund. Die Helferinnen kümmerten sich vor und während des Theaterspiels um das leibliche Wohl der Gäste. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
22.04.2015
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Hoch hinaus ging es bei der Theatergruppe "Theresienstadl". Das galt sowohl für den fiktiven Spielort auf der Schmucker-Alm als auch für die Stimmung beim Publikum. Zum fünften und letzten Mal kochte am Sonntag der Saal im Theresienheim beim "Gipfelsturm".

600 Gäste ließen sich die Komödie nicht entgehen. "Wir werden von Jahr zu Jahr besser", schmunzelte Theresienstadl-Vorsitzender und Regisseur Tobias Säckl. Er hatte Recht, wie die Reaktionen im Saal zeigten. Der verwandelte sich in die Gaststube der auf der Bühne eingerichteten Schmucker-Alm.

Das Experiment lohnte sich. Vor und während des Lustspiels in drei Akten machten die Zuschauer Brotzeit, ohne etwas zu verpassen. Der katholische Frauenbund hatte mit der Bewirtung der Gäste alle Hände voll zu tun. Die Helferinnen kümmerten sich um Getränke, warmen Leberkäs und Lachssemmeln. Auf der Bühne wurde derweilen mit einer grotesken Liebesgeschichte ein Feuerwerk der guten Laune gezündet. Einen der Akteure hervorzuheben würde allen anderen Unrecht tun. Michael Waldmann lieferte ein herzerfrischendes Beispiel für die Schauspielkünste der gesamten Truppe. Als unverbesserlicher Alm-Gigolo sorgte er mit heiteren Sprüchen und Gesangseinlagen für Lachsalven. Mit ihm hatten sich Alexandra Pfab, Wolfgang Krug, Franziska Hettler, Carmen Memminger, Michael Pfab, Jonas Meiler, Manfred Sladky, Stefan Erndt, Claudia Fichtl und Barbara Birkner Szenen- und Schlussapplaus redlich verdient. Zum Erfolg trugen Christine Waldmann, Marlies Meiler, Laura Pfab, Silke Reber, Niklas Schell, die Familie Sladky und Josef Käs als gute Geister bei. Und ganz zum Schluss rückte ein Mann in das Rampenlicht, für den vor 25 Jahren die Karriere auf den Brettern, die die Welt bedeuten, begann. So lange schlüpft Manfred Sladky schon jedes Jahr in eine neue Rolle.
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