Tonnenschwere Puzzleteile

Geschafft: Herbert Lankl (rechts) vollendete die drei Granit-Puzzleteile, die zusammengesetzt einen Würfel ergeben. Tatkräftige Unterstützung kam von Petra Helgert (links) und Johannes Helgert (Mitte). Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
11.12.2014
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An den Flossenbürger Granit hat Herbert Lankl sein Herz verloren. Der renommierte Künstler aus Thanhausen arbeitet gern und oft mit dem Gestein. Sein jüngstes Werk ist ein außergewöhnlicher Würfel.

Er geht in den Grafenwöhrer Ortsteil Gmünd. Zu Gmünd gehören drei Ortschaften, dieser Umstand sollte bei dem Denkmal eine Rolle spielen, Eigenheiten und Zusammengehörigkeit aufzeigen. Der international bekannte Künstler Lankl hatte die Ausschreibung der Stadt Grafenwöhr für sich entschieden. Sein Siegerentwurf ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von 1,5 Metern.

"Ich teilte den Kubus in drei ungleiche Teile auf. Insgesamt betrachtet präsentierten die sich als Würfel. Eng zusammengestellt werden sie aber nicht. Man kann zwischen den Stücken sogar noch durchgehen." Der Gedankengang imponierte der Jury, leicht umzusetzen war er aber nicht.

Unterstützung kam vom Granitwerk Helgert. Firmenchefin Petra Helgert erinnert sich: "Lankl war sogar im Steinbruch unterwegs und wählte eine für ihn passende Abbaustelle aus. Wir erfüllten ihm den Wunsch und holten den genau passenden Block heraus." Er ist gelb-grau, gleichmäßig gemustert und bekam eine fein geschliffene Oberfläche. Tüftelei war angesagt, als es darum ging, den Block in die vorgegebenen Formen mit Innen- und Außenwinkeln zu zerschneiden. Mit herkömmlichen Werkzeugen wäre das nicht zu machen. Johannes Helgert wusste Rat. Zum Einsatz kam eine neue Maschine. Ein Stahlseil frisst sich in zwei Dimensionen durch den Granit. Ideale Voraussetzungen, um das Werk genau nach den Ideen des Künstlers zu gestalten. Dennoch hatten Helgert und Lankl viele Stunden über der Lösung gebrütet, bis der Computer genau das machte, was sich die beiden ausgedacht hatten.

Am Ende passten Idee und Wirklichkeit überein. Lankl war zufrieden: "Es war eine diffizile Arbeit, aber der Aufwand lohnte sich. Die Gmünder bekommen ihr 9,7 Tonnen schweres Kunstwerk genau so, wie es geplant war."
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