Traum vom Zwiebelturm

Lokales
Flossenbürg
28.09.2015
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Der Jubilar war zwangsläufig nur auf einem Bild dabei. Am Samstag feierte die katholische Pfarrei den 100. Jahrestag der Grundsteinlegung für die Pankratiuskirche.

Stellvertretend für Landrat Andreas Meier gratulierte Rita Rosner aus Floß zum Jubiläum: "Die Flossenbürger Pfarrei ist eine lebendige Gemeinschaft. Davon profitiert unser Landkreis." Ein besonderes Geschenk brachte zweiter Bürgermeister Thomas Meiler mit. In eine Ortsansicht aus der Zeit vor dem Kirchenbau hatte ein unbekannter Künstler das künftige Gotteshaus eingezeichnet, verputzt und mit Zwiebelturm. Beides wurde nicht Realität. Es blieb bei den Granitmauern, und aus Kostengründen gab es für den Turm nur ein Zeltdach.

Ändern sollte sich das 1990. Die im Vorraum aufgebaute Ausstellung zeigte Pläne für einen Zwiebelaufbau. Dazu kam es bisher nicht. "Schön wäre es schon", kommentierten die Gäste. Zu sehen waren viele weitere Impressionen vergangener Zeiten. Das reichte von den Veränderungen an der Pankratiuskirche über die Geistlichen bis hin zum kirchlichen Leben. Ausgezeichnete künstlerische Akzente setzten der Kirchenchor unter Leitung von Alois Schmidt und der Jugendchor "Shalom" mit Barbara Birkner an der Spitze. Sie brachten, mit viel Beifall bedacht, Leonhard Cohens "Hallelujah" ebenso zu Gehör wie "99 Luftballons" von Nena. Herzlich gelacht wurde, als Carmen Memminger, Manfred Sladky, Silke Reber und Tobias Säckl für den "Theresienstadl" auf die Bühne stiegen. Die Sketche vom Regenschirm und vom Ehestreit beanspruchten das Zwerchfell. Das leibliche Wohl ließ die Metzgerei Lindner nicht zu kurz kommen.

Jonas Meiler, Niklas Schell und Pfarrer Georg Gierl hatten für eine Leinwandschau Fotos vergangener Jahrzehnte zusammengestellt. Gierl beließ es am Samstag dabei, die rund 200 Gäste zu begrüßen. Eingereiht hatten sich der evangelische Amtsbruder Herbert Sörgel mit einer Abordnung der evangelischen Gemeinde, Regionaldekan Manfred Strigl, Dekan Thomas Jeschner und der ehemalige Flossenbürger Dekan Alfons Kaufmann. "Ein Schlusswort werde ich nicht sprechen", schmunzelte Gierl: "Sonst springen alle auf und gehen heim." Die Gefahr bestand nicht. Es wurde ein langer Abend mit guten Gesprächen.
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