Vergesst uns nicht

Zufrieden mit dem Werk waren Franz Völkl, Georg Käs, Richard Grundler und Hans Rosner (von links). Das Heimkehrer-Mahnmal erstrahlt in neuem Glanz und erinnert dennoch an eine dunkle Epoche. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
02.10.2014
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Vier Männer, ein Anliegen: Sie wollen die Erinnerung an den Heimkehrer-Verband und an extremes Leid bewahren.

Den Heimkehrer-Verband gibt es zwar schon lange nicht mehr, ein Mahnmal an der Mauer vor der katholischen Kirche erinnert aber an eine Zeit, in der die Gemeinschaft wichtige Ziele verfolgte. "Vergesst uns nicht", diese Aufforderung erstrahlt nun in neuem Glanz.

Vor genau 60 Jahren, mehr als 9 Jahre nach Kriegsende, gab es nach wie vor ehemalige Soldaten in Gefangenschaft, ungeklärte Schicksale von Vermissten und viel Leid für die betroffenen Familien. Der Verband der Heimkehrer setzte mit der Granittafel ein Zeichen, dass man sich damit nicht abfinden wollte.

Eine weitere Aufforderung findet sich als Inschrift auf der linken von zwei Tafeln: "Begrabt den Hass, macht endlich Frieden und gebt der Heimat ihre treuen Söhne wieder." Der Zahn der Zeit nagte vor allem an den beiderseits angebrachten Steinplatten. Sie drohten herunterzufallen. Hans Rosner und Richard Grundler fassten sich ein Herz und kümmerten sich um die Erneuerung des Mahnmals. Im KAB-Vorsitzenden Franz Völkl und dem Granitexperten Georg Käs fanden sie Verbündete.

Die Tafeln wurden mit großer Vorsicht abgenommen und gründlich gereinigt. Pinsel und Farbe lassen die die Inschrift wieder lesbar werden, neue Edelstahl-Anker sorgen für festen Halt an der Mauer. Auch die kleine Grünfläche vor dem Mahnmal hatte eine gründliche Pflege dringend nötig. Der wildwuchernde Efeu gehört der Vergangenheit an.

"Die Restaurierung war uns ein Herzensanliegen", betonten Rosner und Grundler. Auch wenn der Verband längst nicht mehr existiere, hätten es die damals betroffenen Menschen verdient, nicht in Vergessenheit zu geraten.
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