Vertreter von Fachbehörden aus Bayern und Böhmen tauschen sich aus - auch über Chancen für ...
Naturschutz ohne Grenzen

Gäste aus Tschechien sahen sich beim Geopark und beim Forstbetrieb um. Vor den Exkursionen stärkten sie sich mit Weißwürsten. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
21.06.2015
2
0
Menschen und Regionen näher zusammenrücken lassen - das lag den für die Naturschutzgebiete Kaiserwald und Böhmerwald zuständigen Mitarbeitern am Herzen. Eine Abordnung der staatlichen Behörden in Tschechien sah sich in Flossenbürg und in Pleystein um.

Schwerpunktthemen für das Treffen am Donnerstag waren neben fachlichen Aspekten die Ausbildung, die Öffentlichkeitsarbeit und touristische Möglichkeiten. Auf bayerischer Seite beteiligten sich an dem Erfahrungsaustausch Vertreter des Geoparks Bayern-Böhmen, des Flossenbürger Forstbetriebs, des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald und der Naturschutzbehörde am Landratsamt.

Nass wurde die Gruppe wegen der wiederholten Regenschauer bei den Besichtigungen schon, hungrig musste sich aber niemand auf den Weg machen. Stefan Bösl lud im Forsthaus zu Weißwürsten, Brezen und Weizen. Der Forstmann setzte sich anschließend mit der Waldverjüngung und dem Naturschutz auseinander: "Einen prozentualen Flächenanteil brach liegen lassen macht nicht viel Sinn. Wir bauen darauf, das gesamte Gebiet schonend zu bewirtschaften."

Mathilde Müllner von der Unteren Naturschutzbehörde marschierte mit den Teilnehmern auf den Schlossberg. Am Wahrzeichen des Naturparks führte sie vor Augen, wie wichtig Landschaftspflege ist. Weitere Impressionen boten sich am Mittelpunkt Mitteleuropas in Hildweinsreuth. Einen Abstecher zum Rosenquarzfelsen in Pleystein, er zählt zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern, hatte Dr. Andreas Peterek vorbereitet.

Vorbild Geoparkranger

Für den Projektleiter des Geoparks Bayern-Böhmen ist das Miteinander beider Länder längst Alltag. Die Organisation kümmert sich um die Gebiete der Landkreise Bayreuth, Neustadt/WN, Tirschenreuth und Wunsiedel sowie die tschechischen Regionen Karlsbad und Pilsen: "Dennoch war es für alle Beteiligten wichtig, die jeweiligen Ansprechpartner kennenzulernen und mehr über die Verwaltungsgliederung zu erfahren. Das gilt auch fachübergreifend. Geopark und Naturschutzbelange sind eng verzahnt." Interesse der tschechischen Gäste galt der Frage, wie sich die Natur den Menschen noch besser nahebringen lässt. Peterek berichtete von der Ausbildung der Geoparkranger. Mit dem Einsatz der Experten habe es gute Erfahrungen gegeben: "Notwendig ist aber eine intensive Ausbildung und pädagogisches Geschick." Ergänzend dazu ging es am Donnerstag um die Öffentlichkeitsarbeit.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.