Vogelherd der größte Posten

Lokales
Flossenbürg
27.04.2015
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Der Haushalt war Thema im Gemeinderat. Das Gremium verabschiedete im Rathaus ein Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Euro auf der Einnahmen- und auf der Ausgabenseite. Enthalten sind darin Investitionen mit rund 1,3 Millionen Euro.

Roman Schell von der SPD-Fraktion verwies auf den weiteren Abbau der Schulden. Der Darlehensstand verringere sich seit Jahren kontinuierlich. Ende des Jahres werden es voraussichtlich noch 878 000 Euro sein. Das entspricht 544 Euro pro Einwohner.

Über den Vermögenshaushalt lasse sich heuer ein Bündel an Maßnahmen abwickeln: "Es sind notwendige Projekte, die der Ort braucht und die für die Zukunft wichtig sind."

Auch FWG-Sprecherin Birgit Neumann sprach von positiven und richtungweisenden Aspekten, die der Haushalt aufzeige. Der hohe Investitionsanteil beruhe zum großen Teil auf dem Überschuss des Vorjahres. Die 2014 nicht benötigten Gelder würden heuer zu Buche schlagen: "Nicht vermeidbar ist der an das Kommunalunternehmen zu zahlende Verlustausgleich. Für die Zukunft bleibt noch eine Reihe an Wünschen offen, von der Schule bis hin zum Campingplatz."

Städtebau: 800 000 Euro

Mit der Städtebauförderung setzte sich Peter Schmidt (CSU) auseinander. Vorgesehen sind Ausgaben in Höhe von 800 000 Euro, hauptsächlich bestimmt für den Bereich am Vogelherd: "Das zu realisieren wird uns heuer noch intensiv beschäftigen. Viel zu tun gibt es genauso am Gaisweiher und bei den gemeindlichen Wohnungen." Hinzu kommen Reaktionen zu negativen Entwicklungen des demografischen Wandels: "Auf das nächste Jahr verschoben werden muss zwangsläufig der DSL-Ausbau für Hildweinsreuth, Sankt Ötzen, Rumpelbach und Gaismühle. Da bleibt uns aber keine andere Wahl."

Zweiter Bürgermeister Thomas Meiler wertete als gutes Zeichen, in einer schwierigen Zeit einen Haushalt mit einem derart großen Volumen aufzustellen. Das Zahlenwerk mit rund 2,3 Millionen Euro im Verwaltungs- und rund 1,5 Millionen Euro im Vermögenshaushalt passierte anschließend das Gremium ohne Gegenstimme. Neben den Baumaßnahmen am Vogelherd spielt der Feuerschutz eine wichtige Rolle. Für beide Wehren steht ein neues Fahrzeug an. 250 000 Euro erfordert die Erneuerung eines Bachdurchlasses an der Straße zum Gaisweiher.

Geld für Beleuchtung

Die Bücherei bekommt nach mehr als 30 Jahren eine andere Ausstattung und das Leichenhaus ein neues Dach. 50 000 Euro sind für die Beleuchtung der Straße vom Kiosk zum Sportplatz, für die Sanierung eines Weges in diesem Bereich und für andere kleinere Maßnahmen ausgewiesen. Mit Abstand größte Position auf der Einnahmenseite ist mit 758 000 Euro die Entnahme aus der Rücklage, dem Überschuss des Vorjahres.

Mit 366 000 Euro wirkt sich der bilanzielle Verlustausgleich an das Kommunalunternehmen aus. Im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleiben die Hebesätze für die Gewerbesteuer, sowie die Grundsteuer A und B. Sie liegen in Flossenbürg bei 330, 370 beziehungsweise 340 Prozent.
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