Weichen für Sanierung der Gaststätte gestellt - Gesamtkosten über 500.000 Euro
Frischer Wind am Gaisweiher

Lokales
Flossenbürg
03.07.2015
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Für eine Jungbrunnen-Kur für den Campingplatz Gaisweiher entschied sich am Donnerstag der Gemeinderat. Im Sitzungssaal des Rathauses ging es um die Zukunft der renommierten, aber in die Jahre gekommenen Freizeitanlage. Starten soll das Vorhaben am Hauptgebäude.

In dem Anfang der 1970er-Jahre entstandenen Bau an der Geländezufahrt sind unter anderem die Gaststätte und die Rezeption untergebracht. Das Wirtshaus schloss vor einiger Zeit seine Pforten. Negativ für einen vernünftigen Betrieb wirkt sich insbesondere der Baustil aus, der den Energieaufwand in der kalten Jahreszeit nach oben treibt. Zweiter Bürgermeister Thomas Meiler stellte dem Gemeinderat nun Thorsten Hoschopf und Karolina Rychterowicz-Orlowicz vor. Beide haben inzwischen die zur Gaststätte gehörende Wohnung bezogen und wollen die Gastronomie wieder aufleben lassen. Vorerst mit einem Kioskbetrieb.

Vom Konzept überzeugt

Hoschopf ist nach acht Jahren in Kanada nach Deutschland zurückgekehrt und kann eine langjährige Berufserfahrung als Koch vorweisen: "Mir ist bewusst, dass harte Arbeit bevorsteht. Ich bin überzeugt, dass mein Konzept klappt." Die amerikanische Küche spiele dabei eine Rolle. Eine grundsätzliche Frage rückte Meiler in den Blickpunkt: "Wenn wir wollen, dass der Gaisweiher wieder attraktiver wird und das Wirtshaus künftig auf Dauer betrieben werden kann, müssen wir etwas tun. Alleine für das Hauptgebäude ist mit Kosten in Höhe von 300.000 bis 400.000 Euro zu rechnen." Weitere geschätzte 100 000 Euro stehen für jedes Sanitärgebäude im Campingbereich an: "Anbieten würde es sich, die anstehenden Aufgaben und den künftigen Betrieb an das Kommunalunternehmen zu übertragen."

Um möglichst rasch voranzukommen, schlug Roman Schell vor, zunächst einen Ablaufplan zu erstellen und sich mit weiteren Aspekten zu befassen, bis hin zu einer möglichen Förderung. Beginnen soll das bereits in den kommenden Tagen mit zusätzlichen Treffen und Entscheidungen. Am Freitag folgte eine grundsätzliche Vorgabe. Das Gremium sprach sich dafür aus, die Sanierungsarbeiten in die Wege zu leiten: vom Austausch der Wandelemente über eine neue Terrasse bis hin zu einer komplett neuen Heizanlage, entweder mit Pellets oder mit Hackschnitzeln. Ausgelegt werden soll diese gleich für den Wärmebedarf in den später zu sanierenden Sanitärgebäuden.

Campingplatz, Sanierungen und laufender Betrieb werden an das Kommunalunternehmen zu übertragen. Mit Wasser und Abwassergebühren habe das alles aber nichts zu tun.
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